Es kehrt doch nicht etwa Ruhe ein?

Ruhe in Izmir

Merhaba arkadaşlarım!!! Nasıl geliyor? Ben biraz yorgunum ve biraz üzgünüm!

Die letzten Tage waren leider nicht mehr so aufregend, wie die ersten, da das Orientierungsprogramm jetzt vorbei ist.

Montag, 23.02.´09, fing der Tag erst einmal damit an, dass Vici und ich verschlafen haben. Zwar hatten wir uns beide einen Wecker gestellt, aber keiner von beiden klingelte – kurios, oder? Ich vermute ja immer noch, dass Vici einfach beide ausgemacht hat, weil sie nicht so früh aufstehen wollte, wir hätten nämlich um 7 Uhr aufstehen müssen. Halb zehn habe ich das erste mal in den strahlend blauen Himmel geschaut. Naja, war auch gut so. Wir hätten uns nur geärgert, wenn wir so früh aufgestanden wären, hier laufen die Uhren nämlich anders! Montag waren wir an der Faculty of Business, um mein Problem zu klären und die Kurse noch einmal zu wählen. Das „Problem“ lag darin, dass die Kommunikation zwischen meiner Koordinatorin in Deutschland und ihren türkischen Kollegen wohl nicht so ganz reibungslos verlief. Naja, nun ist alles fein, hoffe ich.

Ich belege nun Marketing Management an der Faculty of Economics and Administrative Sciences bei Herrn Tek Baybars. Ich denke, es ist Herr Wetzels verschollener Bruder – gleiche Storys, gleiche Witze, gleiche Gestik und Mimik. Das bedeutet also, dass es mit ihm ganz lustig werden wird, nur ist die Vorlesung an sich nicht so spannend, da Marketing vom Urschleim definiert wird und so, also bisschen öde.

Leider war dies der einzige Kurs, der 1.) zustande kam (viele Erasmuskurse fanden nämlich erst gar nicht statt und „normale“ Kurse dürfen wir laut den hiesigen Koordinatoren nicht wählen) und 2.) sich etwas in unser Studium einfügt – was soll ich mit Vorlesungen über türkisches Arbeitsrecht?

Großes Pech hatten wir mit der Zeit, in der dieser Kurs stattfindet – dienstags von 19:30 – 22:00 Uhr! Wahnsinn! Nun gut, da waren wir also gestern Abend bei dieser Vorlesung – der Prof also O.K., nur der Inhalt bisschen dürftig. Nach der Vorlesung erzählten wir noch ein bisschen und er erzählte von Martin (der auch ein Semester in Izmir studierte und von dem ich seit heute weiß, dass er hier auch mal rein schaut). Ja, Martin, der Herr Baybars mag dich wirklich und das nur, weil du ihm einen Kaffee mitgebracht hast? Das kann ich ja gar nicht glauben! Muss ich auch probieren! Dann stellte der Prof uns noch zwei Studenten vor, aber das waren, denke ich mal, voll die Streber! Zum Glück hatten ein paar andere Mitleid mit mir, da sie meinem Gesicht sicherlich entnehmen konnten, dass ich mich dort nicht wiederfand und stellten sich mir ebenfalls vor – leider weiß ich nur noch einen Namen – Anil. Netter Typ, hat nach eineinhalb Minuten nach meiner Telefonnummer gefragt, aber um euch zu beruhigen, dass ist vollkommen normal hier! „Wie heißt du? Wie ist deine Telefonnummer? Wie alt bist du?“ Also keine Sorge! Anil hat uns dann auch gleich zum Angeln am Samstag eingeladen. Würde ja schon gerne hingehen, aber ich glaube Vici fand das nicht so toll, na, ich frag sie noch mal.

An der Faculty of Business, mit der die FH keinen Vertrag hat und an der wir eigentlich keine Kurse belegen dürften, sitzen wir nun in PR in Tourism und International Hotel Management. Ich denke, wir haben beides mit der gleichen Professorin, zumindest steht es so im Plan, aber das heißt ja nichts. Beide Kurse sind Mittwochs. Der erste von 9:30 (eigentlich neun, aber dazu gleich mehr) bis gegen halb eins und der zweite von 13:00 (eigentlich 12:40) bis 15:00.

Ja, so deutsch, wie wir nun mal sind, standen wir heute Morgen pünktlich um neun vor dem Raum unserer Vorlesung, halb zehn kam Frau Pırnar auch. Sie ist so ganz nett, aber ich habe immer Angst, dass sie erstickt, wenn sie Englisch spricht. Nachdem wir innerhalb von fünf Minuten alles Organisatorische geklärt hatten, hatten wir vier Studenten, die da waren, Schluss! Und um 12:40 Uhr sollte erst unsere nächste Vorlesung sein. Zurück fahren zum Dorm lohnt sich nicht, machen kann man auf diesem Campus wenig, denke ich (es ist ein anderer, wie der der Faculty of E.a.A.S., der „mitten“ in der Stadt liegt), und so haben wir uns innerhalb der drei Stunden die Bibliothek angeguckt, bisschen im Internet gesurft und Mittag gegessen. International Hotel Management lief genauso ab, nur das eine Vertretung für den Prof kam und nach fünf Minuten war alles erledigt. Das Lustigste war jedoch, dass 1. Frau Pırnar meinte, dass sie Vici und mich im Sommer ja eh nicht sieht – Häää? Und 2. auch die Vertretung des zweiten Kurses so eine ganz blöde Bemerkung in diese Richtung machte: sie haben diesen Kurs gewählt, weil er so einfach ist? Häää? What??? Aber nun gut, wenn sie es so wollen, kann ich das einrichten .

No problem. Bir şey değil- hiç!

Ja, dass waren erst mal so die Sachen, die ich von der Uni berichten kann.

Montag haben wir ja all das Organisatorische geklärt, zwecks Kurse, Einschreiben, Dokumente, etc., was für uns eigentlich nur aus Warten bestand. Es war der erste und leider bisher auch der einzige Tag mit richtigen Sonnenschein. Aber Frau Pırnar hat heute gemeint, dass es ab März dann warm ist. Abends war auch nichts Aufregendes – wir mussten Wäsche waschen!

Nachdem wir dann den Dienstagvormittag auch organisatorische Sachen klärten, also warteten, sind wir zum Mittag zu einer „Büfe“ = Imbissstube gegangen. Ich habe Kumru bestellt und leider danach erst nachgeschaut, was es übersetzt heißt: „Turteltaube“!!!!! AAAHHHHH! Aber ich hoffe wirklich, dass es keine Tauben waren, sondern nur ein Fehler in meinem Dictionary. BBIIIITTTTTTTTTTTTEEE!!! Candy in the sunLÜÜÜÜÜÜTTTTFFFFFEEENNNN!!!!!!!

Ich habe ja letztes Mal oder davor geschrieben, dass Wasser, also Trinkwasser aus der Flasche, hier so teuer ist (oder? Hab ich doch!?), aber nur, wenn man die 1,5l- Flasche kauft! Die kostet nämlich 75 Kuruş (kleinere Einheit von Lira) und die 5l- Flasche nur bir buçuk (ich will euch hier bisschen türkisch näher bringen, wie ihr sicherlich schon bemerkt habt) Lira = 1,5 Lira.

Wenn ihr aufmerkasame Leser seid, und das seid ihr ja alle, dann habt ihr bestimmt schon bemerkt, dass die Veröffentlichungsdaten der Artikel und deren Inhalt irgendwie nicht zusammenpassen. Das kommt daher, da ich die letzten zwei Tage kein Internet hatte, aber trotzdem fleißig Artikel geschrieben habe, damit ich auch ja nichts vergesse!

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