Had a bad day!?

Bad day

Gemütszustand: Die Tage vergehen immer noch wie im Fluge. Ich fühle mich immer noch wie im Urlaub und noch nicht richtig angekommen. Jetzt bin ich schon ganze drei Wochen hier. Irgendwie ist komisch, denn der Tag war blöd.

Wetter: Die letzten Tage überwiegend Regen, heute (der einzige Tag, an dem ich den ganzen Tag an der Uni bin) herrlicher Sonnenschein.

Getränk: Instand-Kaffee und eine Flasche Wasser daneben.

Ja, was soll ich groß erzählen, heut war ein doofer Tag. Ich weiß gar nicht warum, aber es war ein doofer Tag. Heute morgen halb zehn besuchte ich die langweiligste Vorlesung ever! Ihr wisst schon: 10 Sätze pro Folie vorlesen- that´s it. Und auch wieder Hausaufgaben. Was meint ihr, hat sie ihr Versprechen eingelöst und uns ihre Präsentationen auf CD gebrannt? Nein, natürlich nicht. Zumindest konnte ich die Foliensätze der letzten Vorlesungen auf meinen Stick ziehen, was nicht ohne Folgen blieb, denn der Rechner der Uni hatte nen Virus, was sich im Copyshop rausstellte, in dem ich die Sachen ausdrucken lassen habe.

Nach dieser ach so spannenden (da lob ich mir doch Herrn Wetzel) Vorlesung ging´s dann nach eineinhalb Stunden Mittagspause auf zur Nächsten. Diese war zu meiner Überraschung mit einer anderen Dozentin, als noch die Woche davor: sie las einen von 10 englischen Sätzen auf der Folie vor und erklärte ihn fünf Minuten in türkisch. Sie las den zweiten von 10 englischen Sätzen auf der Folie vor und erklärte ihn fünf Minuten in türkisch and so on. Irgendwann stürmten alle raus und wir saßen da wie blöd, bis uns dann endlich mal jemand aufklärte und das war nicht die Dozentin: wir hatten Pause und außerdem erklärte die Dozentin wohl vorher etwas zu den Hausaufgaben und einem Workshop des Kurses – wir haben natürlich nichts verstanden, da alles auf türkisch war.

Da die nette Studentin, die uns aufklärte, nichts weiter zu den Hausaufgaben sagen konnte, gingen wir also zu der Dozentin und fragten sie danach – wir sollen einen Case erarbeiten, der sich um politische Aspekte im internationalen Hotelmanagement dreht. Super! Vielen Dank für diese Auskunft! Auch nach drei Mal fragen, was denn das Thema sei, bekam ich diese Antwort. Wir verließen diese Vorlesung dann frühzeitig, da es eh nicht viel gebracht hätte. Durchlesen kann ich mir die Folien auch alleine und die türkischen Erklärungen verstehe ich eh nicht. Achse – dieser Kurs ist ein Kurs, der in englischer Sprache abgehalten wird! Mit einer sehr unfreundliche Dozentin dazu!

Auch auf der Heimfahrt mit dem Bus wurde der Tag nicht besser, ganz im Gegenteil: ein behinderter Mann mit Krücken stieg im Bus ein – vorne, wie alle anderen auch. Jeder konnte sehen, dass er erhebliche Schwierigkeiten hatte die Stufen hinaufzusteigen und das im stehendem Bus – so auch der Busfahrer. Dieser hatte jedoch nichts anderes zu tun, als loszufahren, als der der Mann noch auf den Stufen stand. Nachdem dieser dann beim nächsten Halt endlich richtig die Stufen hinaufkam (d.h. der behinderte Mann musste solange auf den Stufen stehen bleiben, bis der Bus hielt, da er sich nicht halten konnte) wartete der Busfahrer noch nicht mal so lange bis er sich setzen konnte, sondern fuhr los und der Mann fiel hin. Nachdem er sich wieder aufgerappelt hat, war auch schon seine Endstation erreicht, an der wir auch raus mussten. Ich drängelte mich extra vor, damit ich dem Mann dann von draußen die Stufen wieder runter helfen konnte. Ja, als ich dann draußen stand und der Mann gerade die Stufen runter gehen wollte, schloss der Busfahrer doch wirklich die Tür!?!?!? Und ich schwöre euch, er hat die ganze Zeit in den Rückspiegel geschaut und alles genau beobachtet! Nachdem der Mann dann lauthals irgendetwas brüllte, öffneten sich die Türen wieder und er konnte austeigen. Ich weiß nicht, warum der Busfahrer das getan hat, aber es war mehr als widerlich und beschämend das mit ansehen zu müssen. Und das in dem Land, von dem ich dachte, dass es so hilfsbereit ist.

Auch im Dorm wurde der Tag nicht besser, ganz im Gegenteil: nachdem das Dorm- Management unseren tschechischen Freunden am Montag den Zutritt zum Dorm verwehrt hatte, verbot man heute einem Bekanntem aus dem Dorm bei uns im Zimmer zu sein! Eigentlich ist es hier ein ganz normales Wohnheim, wie in Deutschland auch, keine Trennung Junge – Mädchen, alles ganz easy. Doch das Dorm-Management hat es irgendwie auf uns abgesehen: die bescheißen uns von vorn bis hinten, lügen uns an und verbieten jetzt auch noch anderen Wohnheimleuten den Zugang zu unseren Räumen. Wir haben das anderen türkischen Leuten hier erzählt, weil wir uns natürlich fragen, was das soll, aber keiner weiß warum. Wir können die ja auch noch nicht mal fragen, da keiner von diesen Leuten im Büro englisch spricht!!!

Ja, alles in allem ein beschissener Tag, da ich nur schlechte Erinnerungen an diesen habe…

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2 Gedanken zu “Had a bad day!?

  1. Du hattest einen schlechten Tag? So doof wie es klingt, aber sowas passiert. Es gibt sicherlich ein Vielfaches an guten Erinnerungen und Tagen, oder? Das mit dem Busfahrer ist echt krass. Bei uns sieht man ja auch ab und zu, dass da keine Rücksicht genommen wird. Vielleicht haben ältere bzw. behinderte Leute dort nicht so eine große Achtung. So etwas ist aber wirklich traurig.

    Um dich ein bisschen zu trösten, hab ich dir den Link zur Bilderseite geschickt. Der Buch ist echt schon murmelmäßig groß und die Mini Stephs toben (teilweise zu Mamas Ungunsten) auch schon richtig rum. Nur bei Papa sind sie ruhig. Naja meine Autorität halt 😀

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  2. Ich bezweifle sehr, dass wirklich Steph’s Autorität der Grund für die Stille im Bauch ist. Ich denke sie wollen Papa eher ärgern – das haben sie von ihm 😉

    Ich werde ganz viele Fotos von dem wachsenden Bauch machen!! Außerdem kann ich mir – wenn du wieder da bist – meinen Gipsbauch umschnallen, dann hast du eine noch bessere Vorstellung 😉

    Halt die Ohren steif! Es kommen auch wieder bessere Tage!!

    Bussi

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