Barbecue, Friseurbesuch und gewöhnungsbedürftige Autos? In Izmir?

Ein „çok güzel merhaba“ an alle, die mir die Sonne nach Izmir gewünscht haben, nach zwei Monaten Regenwetter! Sie ist endlich hier!Und wird hoffentlich auch nicht so schnell wieder gehen. Auch wenn die Wettervorhersage was anderes sagt, ich bin da ganz optimistisch, dass sie bleibt.

Seit zwei Wochen gibt es ab und zu mal ein paar schöne Tage, die wir hier natürlich ausnutzen und worüber ich euch nicht im Unklaren lassen möchte! Beginnen möchte ich aber mit meinem ersten Friseurbesuch hier in Izmir – interessant, sag ich euch!

Friseurbesuch in der Türkei – schwarz färben, bitte!

Nachdem ich Rana, eine Türkin, die eigentlich keine ist, aber das gehört hier nicht hin, ungefähr drei Wochen genervt habe, dass ich unbedingt zum Friseur muss, um meine Haare mal wieder färben zu lassen, war´s dann Donnerstag, endlich so weit- Friseur! Um halb zwei ging´s los- nach Karşıyaka, einem sehr modernen Stadtteil von Izmir, in dem Rana wohnt und auch der Friseur ihres Vertrauens ist. Da waren wir nun – erst einmal konnte natürlich niemand in diesem Laden englisch sprechen, also wartete Rana mit mir die ganze Zeit, da ist sie voll und ganz türkisch. Nach türkischen zehn Minuten warten (also eine halbe Stunde) war ich dann dran – ja Haare schwarz färben, in der Türkei- lustig! Natürlich haben hier 99% aller Türken schwarze Haare und wollen blonde, ja, auch mein straßenköterblond fanden sie ganz toll und konnten es nicht glauben, dass ich mir diese doch so tolle Farbe mit schwarz überfärben will. Nach 15 Min. diskutieren, konnte ich sie dann überzeugen.

Zweites Problem: da niemand sich die Haare schwarz färben will, hatten sie natürlich auch keine schwarze Farbe da. Aber da die Türken ja Weltmeister im Improvisieren sind, ist der Friseur dann mit seinem Fahrrad, was es hier auch nicht oft gibt, zum nächsten Shop gefahren und hat schwarze Farbe besorgt.

Nach alles in allem einer Stunde konnten wir dann beginnen! Das war wie überall, nur dass er ab und zu mehr zum Fernseher geguckt hat, in dem eine Komödie lief. Während des gesamten Films stand quer über dem Bildschirm, halb durchsichtig: deutsche Kopie- sehr lustig.

Ja, während er mir dann die Haare färbte fragte ich mich und dann Rana, warum ich immer nur männliche Friseure sehe und gaaaaaaanz selten mal weibliche, was bei uns ja eher andersherum ist. Antwort: türkische Frauen fühlen sich bei männlichen Friseuren wohler und mehr verstanden. Sie haben bei weiblichen Friseuren Angst, dass das Resultat nicht ihren Wünschen entspricht – kurios, oder? Naja, nachdem wir dann unsere Gedanken und Gepflogenheiten in den einzelnen Ländern ausgetauscht hatten, war er dann auch schon fertig mit färben und es ging ans warten – 45 min. und dann ausspülen.

Nach 2,5 Stunden, was für 1 Stunden angesetzt war, war ich dann wieder Blacky. Und das alles für schlappe 25 Lira! Das ist sogar billiger (ohne die Qualität abzuwerten) als wenn ich es selber machen würde! Ja, danach sind wir dann noch bisschen durch Karşıyaka getingelt, hatten Iskender und ein paar kleine Köstlichkeiten aus der Bäckerei.

Freitag, während unseres Türkisch-Kurses, beschlossen wir  spontan den neuen Grill der Tschechien einzuweihen – unser erstes BBQ auf dem legendärem Balkon – siehe Bilder! Ja, seit diesem Abend ist Jack Johnson mein persönlicher Izmir-Erinnerer.

Cesme – eine Perle nahe Izmir.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Çeşme– einfach mal so, wir- Ondra, JJ, Katka und ich- mieteten uns ein Auto für zwei Tage.

Unser Plan, da das Wetter gut werden sollte, war einfach ab nach Çeşme, gucken was kommt, ein Hostel suchen und dann mal gucken. Schon alleine die Sache mit dem Auto hätte uns stutzig machen müssen: Bei einem Rent-a-car-shop bekamen wir dieses Auto: Çeşme- Autogetuned, tiefergelegt (hier in der Türkei!) und allen Pi Pa Po drinne, den kein Mensch braucht. Leider war es der einzige Wagen, den sie noch zu vermieten hatten, so spontan, daher blieb uns gar nichts anderes übrig, als es zu versuchen. Wie sich später herausstellte, war dieses Auto, das bisher lauteste, was ich je gehört habe, was nicht ganz so prickelnd war, wenn man 1 Stunde auf der Schnellstraße verbringt.

Danach hatten Katka und ich für den Rest des Tages ein Piepen im Ohr (das, was man hört, wenn man zu lange in der Disko war). Auch dass das Auto tiefergelegt war, war nicht wirklich hilfreich für uns, als wir dann ein bisschen durch die Walachei gejuckelt sind – ich hab nich gezählt, wie oft wir aufgesetzt haben, aber gut war´s nicht- weder für uns (Aua) noch für´s Auto.

Nachdem wir gegen zehn in Izmir los konnten, verschwand die Sonne so halb auf der über einstündigen Fahrt nach Çeşme. Ja, es war wolkig, ab und zu Sonne, aber der Wind war arsc*** kalt – nun gut. Nachdem die Jungs noch einmal in den heißen Quellen baden waren, von den ich euch schon erzählt habe, sind wir dann in die Innenstadt von Çeşme, um vor dem Strände-Ausfindigmachen noch schnell Mittag zu essen. Schnell fanden wir einen Imbiss, der Kumpir verkaufte – wir bestellten, wir aßen, wollten bezahlen und da war es wieder- die Sache, die ich in der Türkei wirklich nicht mag: wir sollten für einen Kumpir, der hier in Izmir mit allem Drum und Dran 5 Lira kostet, tatsächlich 8 Lira und für die Coke noch mal 3 Lira bezahlen! Wahnsinn, was Touristen so mit sich machen lassen! Naja, nach 20 Min. handeln, haben wir dem Kellner einfach 30 Lira gegeben, was immer noch viel zu viel war und sind gegangen.

Zuerst ging´s zum Pırlanta-Strand – eine kleine Bucht mit vielen Wellen. Viel mehr kann ich euch gar nicht sagen, außer dass wir dort ungefähr 2,5 Stunden verbracht haben und ich ein bisschen an zu Hause gedacht habe:

Çeşme- Pırlanta Strand

Dann ging´s weiter, über einen langen schönen Umweg, durch den wir die wirklich tolle Natur Çeşmes sehen konnten, der aber nicht geplant war, zum Altınkum-Strand, laut meinem Reiseführer der „Goldstrand“  und einer der schönsten Strände Çeşmes- naja!Çeşme- Altınkum Strand Toller Strand, aber nichts Besonderes. Hier lagen wir dann auch noch mal paar „Minütchen“ und beschlossen dann aber zurück nach Izmir zu fahren, da es erstens nicht das angekündigte schöne Wetter war und zweitens die Preise in Çeşme viel zu hoch sind. Alles in allem ein schöner Tag, an dem nichts so kam, wie es geplant war!

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2 Gedanken zu “Barbecue, Friseurbesuch und gewöhnungsbedürftige Autos? In Izmir?

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