Was machen die Aussies in Istanbul?

Grand Bazaar Istanbul

Ev, güzel ev.

…oder auch „Home, sweet Home“, oder „Zu Haus´ is doch am Schönsten“.

Am 21.04.09 ging es erst einmal nur für Ondra und mich (aufgrund eines Fehlers in der Buchungsabteilung von Pegasus- Airlines oder genauer gesagt aufgrund meines Fehlers) auf nach Istanbul, ins frühere Konstantinopel.

04:15 Uhr aufstehen, mit dem Taxi zum Flughafen, 07:25 Uhr Start -> 08:10 Uhr Ankunft in Istanbul.

Nachdem ich meine Tasche vom Gepäckband hievte, ging es dann ab zur Metro. Das „normale“ Istanbul, abseits des Tourismus, könnte man von der Metro aus leicht mit allen anderen Großstädten verwechseln: Grau, Haus an Haus, wenig grün, etc. An der Endstation (Aksaray) angekommen, wechselten wir in die Tram (Yusufpaşa) zum Bahnhof. Von Sirkeci Train Station fuhren wir dann auch noch eine Station mit dem Zug, um möglichst viele Arten der öffentlichen Verkehrsmittel zu testen. Endlich an der gewünschten Station Cankurtaran angekommen, befanden wir uns mitten im Touristenviertel „Sultanahmet“ und direkt am Marmarameer. Nach 15Minuten hatten wir dann auch direkt unser Hostel „Metropolis“ gefunden-> ein Traum! Schon alleine wegen dieser herrlichen Aussicht vom Dach:

Istanbul- Ausblick von der Dachterrasse

Nach einem Kaffee auf dieser Traumterrasse haben wir uns dann ohne einen Plan in den Kern Sultanahmet´s aufgemacht. Ohne einen Plan deshalb, da wir ja eh nicht viel machen konnten den ersten Tag. Die anderen kamen ja erst ein Tag später, wegen diesem doofen Buchungsfehler. Fast 90% aller in meinem Touristenführer (ach apropos, ich habe mir einen Neuen gegönnt) aufgeführten Sehenswürdigkeiten sind direkt oder grenzen an Sultanahmet, d.h. man muss dieses Viertel gar nicht erst verlassen, um „fast alles“ zu sehen. Daher haben wir auch schon fast alles an unserem ersten Tag von außen gesehen: natürlich sind wir nirgends reingegangen, immerhin stand jeder dieser Sehenswürdigkeiten auf unserer To-Do-Liste…

Die Blaue Moschee

Istanbul- Ich vor der Blauen Moschee

Topkapı Palace

Eingang zum Topkapı Palace

Istanbul´s Universität

Istanbul Universität

Beyazit Camii

Beyazit Camii

Covered Bazaar

Istanbul- Covered Bazaar

Und dann war es auch schon wieder 16:00Uhr. Nächster Plan: unser Hostel für die nächsten sieben Tage suchen, das „Dongyang“. Laut Google Maps sollte es in der Nähe des Grand Bazaar sein, aber die besagte Straße gab es dort nicht. Nach vielen Nachfragen wussten wir dann, dass diese Straße nahe des Aya Sofia ist – ok, dann halt wieder zurück- und da war es dann auch. Wir wollten nur wissen, wo es ist, um die anderen Fünf dann am nächsten Tag sicher hinführen zu können. Und schon wieder zwei Stunden weg-Dinnertime. Nicht so leicht in Sultanahmet was zu finden, was nicht total überteuert ist!

Schlussendlich waren wir dann in einem australischem Hostel essen, was wir die nächsten Tage noch öfter besuchten, da das Essen, das Bier und die Nargile gut waren. Wusstet ihr, dass es in Istanbul eine Menge australischer Hostels, Hotels und wahnsinnig viele australische Touristen gibt? Ich war erschrocken, nein entsetzt, weil sich das in meinem Kopf einfach nicht zusammensetzen wollte – Australien und Türkei? Hatte ich was verpasst? Es ging sogar soweit, dass die Straßenhändler immer fragten: „Kiwi or Aussie?“ oder „Australia?“.

Die Frage:  „warum in aller Welt, gibt es in Istanbul so viele australische Touristen?“ wurmte mich so lange, bis ich einfach mal einen Kellner im „Back Beackers“  (besagtes australisches Hostel) fragte. Er meinte, es sind gerade in dieser Woche (25.04.) so viele Neuseeländer und Australier in Istanbul unterwegs, da sie an die Schlacht bei Gallipoli von 1915 erinnern. Damals waren tausende von neuseeländischen und australischen Soldaten in dieser Schlacht gefallen und daher ist dieser Tag, der 25.04,. auch Nationalfeiertag in Australien. Ja, schon spannend, was man alles so erfährt, wenn man einfach mal nachfragt. Mehr Infos über die Schlacht von Gallipoli findet ihr auf Wikipedia.

Nach dem wirklich gutem Dinner gingen wir dann gegen halb sieben zurück zu unserm Hostel, in dem gerade Happy Hour war: ein großes Bier mit Nargile für 4 Lira, sogar für Buca ein Schnäppchen. So setzten wir uns auf die Dachterrasse, tranken unser Bier, rauchten Nargile mit Zitronentabak (echt gut!) und quatschten ein wenig, bis, ja, bis etwas Unglaubliches geschah: der Typ von der Rezeption stand auf einmal an unserem Tisch, zeigte auf´s Meer und faselte irgendetwas von Delfinen. Und tatsächlich! Delfine! Mitten in Istanbul! Und ich konnte sie von der Dachterrasse des Hostels beobachten, wie sie aus dem Wasser sprangen und dann wieder rein, wirklich toll! Wahnsinn! Das ganze Spektakel dauerte ca. 25 min. Es waren ungefähr 20 Delfine, die wie verrückt im Wasser spielten. Natürlich habe ich auch versucht Bilder zu machen. Und ich meine, es hat auch funktioniert, wenn man ganz nah ranzoomt und eine Menge Vorstellungsvermögen hat, dann sieht man die Delfine auch! Zu mindestens sieht man auf den Fotos die Stelle im Wasser, an der sie sich befanden:

Istanbul- Delfine

Ja, nach diesem langen, erlebnisreichen und schönen Tag bin ich dann auch um zehn ins Bett gefallen.

Gute Nacht!

In der Istanbul-Reihe „Ev, güzel ev befinden sich noch:

 

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2 Gedanken zu “Was machen die Aussies in Istanbul?

  1. Das klingt ja alles total spannend und das schon am ersten Tag. Auf das Erlebnis mit den Delfinen bin ich besonders neidisch. Auf dem Foto erkenne ich leider nichts. Meine Vorstellungskraft ist scheinbar doch kleiner als angenommen 😦

    Was bitte sind den TURKISH VIAGRA??

    Der erste Tag macht auf jeden Fall neugierig auf die weiteren Berichte. Also lass uns bitte nicht zu lange darauf warten! 😉

    Ganz liebe Grüße aus Brandenburg

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  2. Also nicht das ich es bräuchte, aber ich nehm zehn mal äähh die eingelegten Sachen neben den Viagra-Sachen. Ist ja cool – hier wollen mir dauernd Leute per E-Mail sowas verkaufen. Wirklich tolle Bilder die du da hast und dann auch noch Delphine.

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