Sehen wir die Delfine in Istanbul noch mal?

Die Blaue Moschee bei Nacht

Nach dem Aufwachen war es dann tatsächlich schon der dritte Tag in der Stadt, die mehr McDonalds Filialen als New York und ähnliche Bevölkerungszahlen wie Belgien und Tschechien aufweisen kann: Istanbul

Der Tag begann morgens um acht in einem Doppelstockbett. Schwer von oben runter zu klettern, wenn man denkt, man liegt in einem normalen Bett. Wenn man nicht gewohnt ist, erst eine Kletterpartie machen zu müssen, um aus dem Bett zu kommen. Wenn der Raum stockfinster ist, weil es verdammt früh ist. Und v.a. wenn man der erste ist, der aufsteht, um die anderen nicht mit schlechter „Morgenmuffel-Laune“ zu nerven.

Die erste Hürde war dann aber schnell genommen-> dann ging´s zum Frühstück, was gar nicht mal so schlecht war, was sich für mich darin zeigt, dass man sich am Kaffeeautomaten selbst bedienen kann- Kaffeeautomat (!!!), d.h. kein Instandkaffee, sondern guter Kaffee!

Tagesplan: Kultur! Pünktlich 10:00 Uhr standen wir vor dem Topkapı Palace. Dieser Palast war das Symbol und politischer Mittelpunkt des Osmanischen Reiches und wurde zwischen 1459 und 1465 gebaut- schon Wahnsinn, was die früher alles so bauen konnten ohne Kräne, Baumaschinen, etc. Weiter will ich euch jetzt auch nicht mit der Geschichte langweilen, könnte noch stundenlang über die Bauarten damaliger Zeiten und das Osmanische Reich philosophieren, ihr wisst ja, wie sehr mich das interessiert, aber ich weiß, dass die meisten von euch da draußen echte Kunstbanausen sind.

Der Palast ist wirklich riesig und teuer! Ja, teuer! Ohne unsere Museumskarte hätten wir 20 Lira Eintritt bezahlen müssen und da ist noch nicht einmal die Besichtigung des Harem eingeschlossen. Der Harem ist der Teil das Palastes, in dem der Hausherr mit seiner Frau oder seinen Frauen, seinen weiblichen Sklaven und seinen Kindern wohnte, also wirklich der spannendste Teil des ganzes Palastes, aber wir sollten dann noch einmal extra 20 Lira bezahlen, um dies besichtigen zu dürfen und natürlich wurde unsere Museumskarte dafür nicht akzeptiert! So beschlossen wir schweren Herzens nach einem Rundgang durch den restlichen Palast, den Topkapı Palace wieder zu verlassen ohne uns den Harem anzugucken. Und hier der amüsanteste Teil des Palastes:

Topkapı Palace

Topkapı Palace

Topkapı Palace

Topkapı Palace

Topkapı Palace

Topkapı Palace

Topkapı Palace

Nach einer kleinen Stärkung (1 Royal TS und 1 Double Cheeseburger) kamen wir dann zu meinem persönlichen Highlight der gesamten Istanbultour (neben den Delfinen).

Blaue Moschee oder in Türkisch: Sultanahmet CamiiBlaue Moschee

Die Blaue Moschee ist keine Schönheit, keine außergewöhnlich prachtvolle Moschee oder Ähnliches. Was diese Moschee so berühmt macht sind die sechs Minarette rund um die Moschee, die um 1609 erbaut wurde. Um die Moschee von innen sehen zu können, „sollten“ die Frauen Kopftücher tragen. Von Innen sieht die Moschee noch viel größer aus, als von außen – wirklich beeindruckend die aufwendig verzierten Fenster, die vielen Lichter, die riesigen Säulen, die Raumaufteilung- ein riesiger Teil, in dem die Männer beten und mit Sichtschutz abgetrennte kleine Abteile, in denen die Frauen beten können. Ich habe keine Fotos davon, da ich der Meinung bin, dass man den Betenden doch ein wenig Respekt zeugen kann, anstatt, wie viele Touristen (auch aus unserer Blaue MoscheeErasmus- Truppe) mit der Kamera auf alles draufzuhalten, was interessant ist. Es war eine wirklich komische Atmosphäre in der Moschee, positiv komisch, anders, interessant, wie die Menschen beten, wie sich manche Leute daneben benehmen können, alles so konträr: auf der einen Seite die Gläubigen, versunken in ihren Gebeten, auf der anderen Seite die Touristen, die sich einen Dreck um jene scherten. Nun gut, alles in allem, eine Erfahrung.

Ohne eine größere Pause ging es dann weiter ins Mosaik Museum, nicht soooooo spannend, aber ok. Mehr kann ich dazu jetzt auch gar nicht sagen, war halt ein Museum, he?

Nachdem wir nach dem Mosaik Museum noch eine Stunde auf dem Covered- oder auch Grand Bazaar verbrachten, war unser nächster Tagesordnungspunkt: Delfine! Der Hostel-Boy, der Ondra und mich am ersten Tag auf die Delfine aufmerksam machte, meinte, dass sie meistens immer zur selben Zeit am selben Ort sind. Daher marschierten wir zu der Stelle, an dem wir sie sahen- es war arschkalt und windig, endlich angekommen, sahen wir, dass wir nichts sahen.

Alle waren durchgefroren, so beschlossen wir die Heimreise, mit einem Zwischenstopp zum Abendbrot essen, anzutreten. Im Hostel angekommen, eine Dusche genommen, ein Bier getrunken, konnten wir alle herrlich schlafen.

In der Istanbul-Reihe „Ev, güzel ev befinden sich noch:

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