Ev, güzel Ev?

Mein 2. zu Hause: Izmir

Der für mich achte Tag unserer Reise begann außerordentlich gut: Souvenirshoppen auf dem „Covered Bazar“.

… davor natürlich das Übliche: 8:00 Uhr Aufstehen, dann ein paar Kaffee und los!

Ja, ich habe tolle Souvenirs!!! Für *** und natürlich für***, auch an***habe ich gedacht, nicht zu vergessen***

Viele Geschenke mehr für meinen schon bei der Ankunft in Izmir zu schweren Koffer und noch mehr Lira weniger in der Tasche, brachen wir gegen drei zum Flughafen auf – dieses Mal nur mit Tram und dann Metro. Unser Flug hatte zwar 20 Minuten Verspätung, aber die habe ich mir dann auch mit rauchen vertrieben, was mir auch ein wenig bei meiner kleinen Flugangst behilflich war. Ja, der Flug, ging so, wa? Will auch gar nicht drüber schreiben, da das hieße, dass ich noch einmal ausführlich drüber nachdenken müsste.

Am Flughafen in Izmir gab es dafür dann aber noch eine lustige Geschichte, bevor sich unsere Wege trennen sollten: Vici, Steffi, Lotte und ich wollten ein Taxi und Ondra, Jiri und Katka ein zweites Taxi nehmen. Wir zu unserem Wohnheim, die anderen zum Campus der Uni „Tınaztepe“- die Wohnung der Tschechen ist dort ganz in der Nähe. Vom Flughafen ist Tınaztepe eigentlich näher als unser Wohnheim. Doch trotz alledem sagte unserer Taxifahrer nach kurzem Zögern und ein Blick auf die Adresse unserem 30-Lira-Angebot zu, während die anderen noch nicht mal für 35 Lira nach Tınaztepe gekommen wären – Wahnsinn! Nachdem der „Obertaxifahrer“ dann mitbekam, dass sein „Untertaxifahrer“ die „Touristen“ für so wenig Geld umherfahren wollten, hatten sie eine kleine Diskussion und wir ahnten schon, dass unserer „Untertaxifahrer“ seine Meinung über den vereinbarten Preis, am Wohnheim angekommen, ändern würde.

Und genauso war es dann auch. Füchse wie wir aber sind, gaben wir wortlos und mit einem „Come-On-Honey-we-are-not-stupid-Lächeln“ die vereinbarten 30 Lira und stiegen aus – er wusste ganz genau was los war. Er diskutierte noch nicht mal, was sehr ungewöhnlich ist. Gegen sieben am Abend angekommen, gab´s dann nur noch schnell ein Köfte-Menü im Schnellrestaurant vor dem Wohnheim, wurden schnell die Mails gecheckt und dann ab ins Bett.

Mein Fazit: Istanbuls Sehenswürdigkeiten sind wirklich sehenswert, vor allem die Blaue Moschee! Leider konnten wir nicht weiter hinter die „Touristenfassade“ der Stadt blicken, dafür braucht man dann wohl etwas länger als acht Tage und darf dann auch nicht im Touristenviertel überhaupt übernachten. Alles in allem war es ein schöner Trip, der gezeigt hat, dass es zu Haus, im aktuellen Fall IZMIR, doch am Schönsten ist! Ev, güzel ev eben. Hier werden wir nicht immer beschissen, es ist nicht so hektisch, nicht so „busy“. Die Menschen an sich und dadurch auch die Atmosphäre, die Stimmung ist in Izmir, meines Erachtens, viel lockerer, viel entspannter, netter, freundlicher, offenherziger, einfach besser

Ich war richtig froh wieder „zu Hause“ zu sein. Es war ein schönes Gefühl, irgendwie. Natürlich vermisse ich Brandenburg und die Leute dort und auch vermiss ich mein Daddy und einen echt deutsch-türkischen Döner! Den werde ich als aller erstes essen, wenn ich wieder da bin, ein „Nicht-Candy-sondern-Izmir-Gedächtnis-Döner“. Auf diesem Wege viele Küsschen an alle anderen, die mich vermissen. Werde gerade bisschen sentimental, he? Besser is, ich hör jetzt ma auf.

In der Istanbul-Reihe „Ev, güzel ev befinden sich noch:

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3 Gedanken zu “Ev, güzel Ev?

  1. Man da hast du dich ja echt ins Zeug gelegt deine Erlebnisse für uns schnell niederzuschreiben – dem schlechten Wetter am Samstag sei dank 😉

    Schön, dass dir euer Trip gefallen hat. Auch wenn es schon etwas komisch ist zu lesen, dass dein zu Hause gerade in Izmir ist. Ich würde an deiner Stelle sicher genauso fühlen, aber wenn man das aus der Heimat liest, ist das eben komisch.

    Wir vermissen dich ganz doll und zählen die Tage bis zu deiner Rückkehr!!!
    (Für jeden Tag den du früher kommst, spendiere ich dir mit Vergnügen dir einen „Nicht-Candy-sondern-Izmir-Gedächtnis-Döner“ 😉 )

    Es drückt dich deine Murmel und die zwei Minis da drin!!

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  2. Puuuh war das viel!!!!!! Aber jetzt kennen auch wir Istanbul, sehr schön das wir so mit dir alles zusammen erleben können.
    Wir vermissen dich hier auch alle sehr, besonders ich!!! Bald ist dein zuhause wieder bei mir.

    Lieb Dich

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  3. So – und wer drückt mich jetzt? 😀

    Ja das waren wirklich tolle Eindrücke, die du uns aus Istanbul geschickt hast. Danke für die Mühe, für die langen Berichte von dort! Wenn wir irgendwann einmal dorthin reisen, buchen wir dich als Auslandskorrespondentin und Tourismusführerin.

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