Kommst´e mit eine Nacht am Strand in Cesme schlafen?

Eine Nacht am Strand in Cesme

Wie die Zeit vergeht!

Ich habe den Spruch immer gehasst- jetzt kann ich alle verstehen, die ihn sagen! Ich habe immer gedacht, dass hier mal der Alltag einkehren wird, aber Pustekuchen. Jetzt habe ich sogar schon mein Rückflugdatum nach Hause – der 18. Juni 2009 – und immer noch ist alles aufregend, toll, schön und wirklich noch nicht viel von unserer anfänglichen To-Do-Liste abgearbeitet, obwohl wir so viel unterwegs waren.

Komisches Gefühl, sag ich euch!

Die letzten Tage sind auch wieder wie im Flug vergangen. Nachdem unser Studentenurlaub deluxe Dienstag Abend im Fıstık endete, war auch schon wieder Mittwoch – Uni. Und was denkt ihr? Wie war´s? Wenn ihr die logische Reihe der letzten Mittwoche zusammensetzt – was kommt dabei raus? Genau: erste Vorlesung waren wieder nur Präsentationen, die nicht prüfungsrelevant und nebenbei unter aller Sau sind (ein Student aus dem Kurs meinte, er hätte keinen Satz seiner Arbeit selbst geschrieben: kontrolliert doch keiner, aha) – halb zwölf Schluss. Da Vici seit ein paar Wochen Zahnschmerzen hat und ihr letzte Woche dann auch noch ein Zahn abgebrochen ist, sind wir dann in der Pause zur unieigenen Hospitalstation gegangen. Klar – Mittagspause, wir sollten um eins oder später noch mal wieder kommen. So schmiedeten wir den unschlagbar guten Plan einfach nach unserer zweiten Vorlesung noch einmal hinzugehen. Besagte Vorlesung bestand daraus, dass wir unseren Anwesenheitszettel unterschrieben und der Assistent des Assistenten der Professorin zu uns meinte, wir können auch gehen, wir müssen nicht dableiben. Boom, Bäng, Platsch – klar, lass ich mir doch nicht zwei Mal sagen!

So realisierten wir unseren Masterplan und gingen „nach der Vorlesung“ gegen 13:02 Uhr noch einmal zur Hospitalstation. Vici kam dann auch gleich dran – ich konnte alles ganz genau beobachten, denn es wurde noch nicht mal die Tür geschlossen. Der Zahnarzt, der ausgesprochen gut englisch sprach, hatte zwar Hygienehandschuhe an, doch das allein heißt noch nichts. Er spielte mit seinem Handy, hatte die ganze Zeit irgendwelche anderen Gegenstände in der Hand und ging dann zu Vici, um mal nach dem Rechten zu schauen. Er werkelte rum. Natürlich hat sich auch Vici so ihr Gedanken gemacht, als sie die zehn Minuten auf dem Stuhl lag und ihren Absauger selbst gehalten hat. Sie ließ sich zwar einen Termin geben, entschied dann aber doch sehr spontan in der nächsten Woche in Deutschland zum Zahnarzt zu gehen. Denn auch sie macht ein paar Tage Heimaturlaub.
Balkon- Party: 13.05.2009 - JJ´s und Ranas GeburtstagDann war auch schon wieder Abends, Geburtstag feiern, gleich zwei auf einmal! JJ´s,
hab´ ich ja schon erwähnt und Ranas, sie hatte am 11. Mai. Und da wir ja an beiden Tagen alle in der Weltgeschichte verteilt  waren, holten wir die zugehörigen Feiern einfach am Mittwoch nach.

Und ich habe mal wieder gekocht. Naja, ich hab´ Börek gemacht! Nicht alleine, klar, aber fast. Und die waren so gut, dass ich erst mal ein Börek-Essverbot aussprechen musste, denn sobald welche aus der Pfanne fertig auf dem Teller lagen, waren sie auch wieder weg. So mussten dann alle warten, bis Katka und ich fertig waren mit kochen und durften dann essen.

Und dann kam es wieder: dieses Gefühl. Das Gefühl warum ich kochen nicht mag: man steht stundenlang am Herd und innerhalb von einer Zehntelsekunde ist alles weg! Man muss sich sein eigens gekochtes Essen unter dem Einsatz des Lebens erkämpfen! Balkon- Party: 13.05.2009 - JJ´s und Ranas GeburtstagWahnsinn. Aber zeigt ja nur, welch brillante Börek-Köchinnen Katka und ich sind.  Der Abend verlief recht amüsant – gelungene Geburtstagsparty, nur der Nachhauseweg war am nächsten Morgen einfach weg. Einfach so, weiß auch nicht warum! Vielleicht der Amaretto oder das Bier oder der Mix aus zu viel von beidem oder doch das Börek? Naja, ich lag am nächsten Morgen heile, gesund und ausgeschlafen in meinem Bett – das ist alles, was zählt!

Donnerstag stand dann ganz im Zeichen des Fleißes – Hausarbeit. So eine Hausarbeit auf Englisch ist ganz schön schwer und nervenaufreibend, wenn man nicht gerade alles kopiert und damit bescheißt, wie alle anderen türkischen Studenten aus unserem Kurs. Vici und ich haben uns gedacht… nee… das machen wir nicht… kann jawohl nicht wahr sein…tze tze tze tze tze- wirklich! Wir sind ganz fleißige, gute Studenten!

Bis die Sonne untergeht – dann muss wieder Geburtstag gefeiert werden – diesmal: Lotte- jetzt süße 21 Jahre alt.Fıstık- Party: 14.05.2009 - Lottes Geburtstag Wir trafen uns alle am Abend im Fıstık und feierten in den 15. Mai rein – zum einen ihr Geburtstag und zum anderen der Tag an dem die beiden Belgierinnen ihren einwöchigen Heimaturlaub antraten. Ja, und da war der nächste Tag schon wieder angebrochen.

Freitag. Tagesplan: Türkisch-Kurs mit hoffentlich Türkisch- Prüfung, Reisebüro zwecks Kappadokien fest buchen und dann abends im Park zum kleinen „Zusammensein“ treffen. Kurz: alles perfekt abgearbeitet!

Park- Party: 15.05.2009Park- Party: 15.05.2009

Das Wochenende war jetzt nicht so spannend, da wir für Montag und Dienstag große Pläne hatten und ich daher die Hausarbeit und die dazugehörige Präsentation für Mittwoch fertig machen musste. Eigentlich wollte ich meinen Teil der großartigen, englischsprachigen Darstellung von Corporate Identity ja auf meinem Blog veröffentlichen, aber ich habe einfach keine Lust mehr, mich mit den ganzen Produktpiraten und den Anwälten derjenigen rumzuschlagen, die meine Urheberrechte verletzen.

Eine Nacht am Strand in Cesme.

Der große Plan für Montag und Dienstag war: eine Nacht am Strand! Endlich, ich habe so lange darauf gewartet und dann war es soweit. Leider waren wir nur zu Dritt, was die Stimmung aber nicht trüben sollte.

Mittags um 12:00 Uhr ging´s los – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in eine über einhundert Kilometer entfernte Stadt – klappt in der Türkei wirklich super! Zuerst ging es eine Stunde mit dem Bus, bei über 30 Grad, nach Bolçova, einem Stadtteil von Izmir, in dem der Bahnhof ist, von dem die Busse nach Çeşme gehen. Dann eine weitere Stunde nach Çeşme und mit dem Dolmuş zum Altinkum-Strand, von dem ich schon mal berichtet hatte. Während der fast dreistündigen Fahrt hatte sich leider der vorher azurblaue, wolkenlose Himmel in eine einzige weiß-graue Decke verwandelt und ab und zu kamen mal ein paar Tropfen vom Himmel, was aber nicht ganz so schlimm war, denn es war immer noch warm.

So lagen wir bis zum Abend einfach nur am Strand, quatschten, bauten Sandburgen, aßen und hatten Spaß. Just in time zum Sonnenuntergang verzogen sich die Wolken dann auch endlich:

Altınkum- Strand: 18.05.2009

Pünktlich zum Einbruch der Nacht haben wir natürlich auch ein Feuerchen gemacht, ja nur ein Feuerchen.Altınkum- Strand: 18.05.2009 Die Tschechen bezeichneten es zwar als Feuer, aber ich bin halt anderes gewöhnt, danke Papa. Und wer musste das Feuer immer wieder am Laufen halten und Feuerholz sammeln gehen – klar die Frau im Team! Bis nach Mitternacht war alles perfekt – Sterne,Altınkum- Strand: 18.05.2009 rauschendes Meer, Feuerchen, etc. und dann fing es an zu blitzen – aber von allen Seiten! Leute, das war der Wahnsinn. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so ein großer Freund von Gewittern bin, aber das war mal phänomenal! Nach kurzem Beobachten entschieden wir uns dann irgendwo Unterschlupf zu suchen, da es auch langsam anfing zu regnen.

Ein menschenleerer Strand, der Pirat und wir.

Da der Strand zwar menschenleer war, aber schon ein paar Strandbars aufgebaut waren, waren wir guter Hoffnung etwas für die Nacht zu finden. In der ersten Strandbar, die wir passierten, saßen sogar noch drei Männer, ich schätze mal Aufpasser. Die boten uns dann einen Sonnenschirm an – einen Meter Durchmesser und aus Bambus. Wir lehnten dankend ab und gingen weiter. Die nächste Bar sah leer aus – wir gingen rein, als es auf einmal grell hell wurde und vor uns ein Mann im Piratenkostüm und seine fette Bulldogge standen. Er schaute sehr verwundert (ich denke mal, wir auch) und wir fragten, ob wir unterAltınkum- Strand: 18.05.2009 seinem Dach schlafen können. Klar, kein Problem. Als wir uns endlich häuslich eingerichtet hatten, fing es dann richtig an zu regnen, leider auch durch das Dach. Ich zog mein Handtuch über´s  Gesicht, die Decke, die wir vom Piraten bekommen haben, über unsere gesamten Sachen und die Schlafsäcke und schaute mir das Spektakel am Himmel eine Weile lang an. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich überall schlafen kann, egal wie laut es ist und egal, wie viel Dezibel zu messen sind – ich schlief super! Kurz aber super!

Gegen acht am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen, bedankten uns beim Piraten, räumten unseren Müll vom Feuer-und Rastplatz weg und warteten auf das Dolmuş nach Çeşme. Das Wetter war zwar ok, aber nicht so gut, um einen ganzen Tag am Strand zu verbringen, daher beschlossen wir früher wie geplant nach Izmir zurück zu fahren.

In Çeşme angekommen schien die Sonne wie verrückt. Wir warfen vor dem Busbahnhof eine Münze, ob wir dableiben oder zurück nach Izmir fahren sollten, da wir uns alle nicht sicher waren, ob die Sonne länger scheint. Die Münze sagte: Sonne und Strand.  Nach einem Kaffe (meinem ersten an diesem Tag- zweieinhalb Stunden nach dem Aufstehen!) fügten wir uns unserem Schicksal und fuhren diesmal zum Pırlanta-Strand- mit hohen Wellen und Kitesurfern- gute Entscheidung!

Pırlanta- Strand: 19.05.2009

Die Wellen waren so toll, dass wir die erste Stunde im Mittelmeer Pırlanta- Strand: 19.05.2009damit verbrachten den Wellen immer und immer wieder entgegen zu springen!

  • Strand: Note 1
  • Wetter: Note 2
  • Wasser: Note 1
  • Bikini: Note 6

Der hat noch nicht mal den kleinsten Wellen standgehalten. Um zwei nachmittags machten wir uns dann auf den „zweiten Rückweg“ nach Çeşme, oder versuchten es. Wir gingen die Straße entlang, bei brennender Sonne, und warteten darauf, dass uns ein Dolmuş einsammelt, leider kam keins. Per Anhalter Pırlanta- Strand: 19.05.2009(gleich beim ersten Versuch!) waren wir dann um drei am Busbahnhof und um fünf in Izmir – im verregneten Izmir. Schon auf der Fahrt regnete es in Strömen, dementsprechend sahen auch die Straßen in Izmir aus- ich war froh, dass ich nur Flip Flops anhatte.

„Wie die Zeit vergeht…

..man, man, man“. Ich habe den Spruch immer gehasst- jetzt kann ich alle verstehen, die ihn sagen! Ich habe immer gedacht, dass hier mal der Alltag einkehren wird, aber Pustekuchen. Jetzt habe ich sogar schon mein Rückflugdatum nach Hause- der 18.Juni 2009- und immer noch ist alles aufregend, toll, schön und wirklich noch nicht viel von unserer anfänglichen To-Do-Liste abgearbeitet, obwohl wir so viel unterwegs waren. Komisches Gefühl, sag ich euch! Naja, die letzten Tage sind auch wieder wie im Flug vergangen. Nachdem unser Studentenurlaub deluxe Dienstag Abend im Fıstık endete, war auch schon wieder Mittwoch- Uni!!! Und was denkt ihr? Wie war´s? Wenn ihr die logische Reihe der letzten Mittwoche zusammensetzt- was kommt dabei raus? Genau: erste Vorlesung waren wieder nur Präsentationen, die nicht prüfungsrelevant und nebenbei unter aller Sau sind- halb zwölf Schluss. Da Vici seit ein paar Wochen Zahnschmerzen hat und ihr letzte Woche dann auch noch ein Zahn abgebrochen ist, sind wir dann in der Pause zur unieigenen Hospitalstation gegangen. Klar- Mittagspause, wir sollten um eins oder später noch mal wieder kommen. So schmiedeten wir den unschlagbar guten Plan einfach nach unserer zweiten Vorlesung noch einmal hinzugehen. Besagte Vorlesung bestand daraus, dass wir unseren Anwesenheitszettel unterschrieben und der Assistent des Assistenten der Professorin zu uns meinte, wir können auch gehen, wir müssen nicht dableiben. Boom, Bäng, Platsch- klar, lass ich mir doch nicht zwei Mal sagen! So realisierten wir unseren Masterplan und gingen „nach der Vorlesung“ gegen 13:02 Uhr noch einmal zur Hospitalstation. Vici kam dann auch gleich dran- ich konnte alles ganz genau beobachten, denn es wurde noch nicht mal die Tür geschlossen. Der Zahnarzt, der ausgesprochen gut englisch sprach, hatte zwar Hygienehandschuhe an, doch das allein heißt noch nichts- er spielte mit seinem Handy, hatte die ganze Zeit irgendwelche anderen Gegenstände in der Hand und ging dann zu Vici, um mal nach dem Rechten zu schauen. Er werkelte rum… Natürlich hat sich auch Vici so ihr Gedanken gemacht, als sie die zehn Minuten auf dem Stuhl lag und ihren Absauger selbst gehalten hat J Sie ließ sich zwar einen Termin geben, entschied dann aber doch sehr spontan in der nächsten Woche in Deutschland zum Zahnarzt zu gehen. Denn auch sie macht ein paar Tage Heimaturlaub- alle lassen se mich im Stich, ey! Ja, dann war auch schon wieder Abends- Geburtstag feiern- gleich zwei auf einmal! JJ´s, hab´ ich ja schon erwähnt und Ranas, sie hatte am 11. Mai. Und da wir ja an beiden Tagen alle in der Weltgeschichte verteilt waren, holten wir die zugehörigen Feiern einfach am Mittwoch nach. Und- ich habe mal wieder gekocht!!! Naja, ich hab´ Börek gemacht! Nicht alleine, klar, aber fast J Und die waren so gut, dass ich erst mal ein Börek- Essverbot aussprechen musste, denn sobald welche aus der Pfanne fertig auf dem Teller lagen, waren sie auch wieder weg. So mussten dann alle warten, bis Katka und ich fertig waren mit kochen und durften dann essen- und dann kam es wieder-dieses Gefühl- das Gefühl warum ich kochen nicht mag: man steht stundenlang am Herd und innerhalb von einer Zehntelsekunde ist alles weg!!! Man muss sich sein eigens gekochtes Essen unter dem Einsatz des Lebens erkämpfen!!! Wahnsinn J Aber zeigt ja nur, welch brillante Börek- Köchinnen Katka und ich sind… Der Abend verlief recht amüsant- gelungene Geburtstagsparty, nur der Nachhauseweg war am nächsten Morgen einfach weg J Einfach so, weiß auch nicht warum! Vielleicht der Amaretto oder das Bier oder der Mix aus zu viel von beidem oder doch das Börek J ??? Naja, ich lag am nächsten Morgen heile, gesund und ausgeschlafen in meinem Bett- das ist alles, was zählt!

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