Haste mal n´ Euro? #Verkaufen

Verkaufen, verkaufen, verkaufen!

Brauche ich meine Büchersammlung wirklich? Wie sieht´s mit der CD-Sammlung aus? Ziehe ich meine 45 Paar Schuhe wirklich mindestens 1 Mal im Jahr an? Und wer hat mir eigentlich diese ganzen Woks geschenkt? ALLES, alles, was man nicht braucht, einfach nur rum liegt und einstaubt. Alles, von dem man weiß, man hat es ewig schon nicht mehr benutzt, aber denkt: irgendwann brauche ich das bestimmt noch einmal, kann, nein muss, verkauft werden. Darum dreht sich dieser Beitrag der Geld-Spar-Reihe.

So, damit wäre der Beitrag zum Verkaufen auch schon zu Ende. Ist ja einfach, oder?

Wie kannst du sonst noch sparen?

Naja. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das Verkaufen eine anstrengende und vor allem zeitraubende Sache ist. Daher geht´s nun doch weiter.

Wie spare ich durch Verkaufen?

Der erste Schritt ist tatsächlich zu fragen, was man verkaufen kann.

Brauche ich meine Büchersammlung wirklich? Also mal ganz unabhängig davon, dass es schön aussieht, zig Bücher im Billy zu haben? Wie sieht´s mit der CD-Sammlung aus? Höre ich nicht eh meine Lieblingsbands über den PC, Laptop, Handy? Ziehe ich meine 45 Paar Schuhe wirklich mindestens 1 Mal im Jahr an? Oder hängt an vielen Paaren nicht ein imaginärer Zettel mit „Ich bin eigentlich eine Nummer zu klein, sehe aber zu gut aus“, „Meine Absätze tun deinen Füßen zwar weh, aber irgendwann brauchst du mich bestimmt“ oder „Ich bin einfach zu schade zum Hergeben“? Könnte man nicht auch über den Laptop, anstatt den dicken Fernseher, die Lieblingsserien schauen? Wo waren noch einmal meine 3 letzten Smartphones, die ich eh nicht mehr benutze? Und so weiter, und so fort.

Ich hatte über 100 Bücher rumzustehen und noch einmal so viele CDs. Mal ganz ehrlich: wie oft liest man ein Buch doppelt? Sehr, sehr selten! Bei den CDs sah es bei mir schon so aus, dass ich die benutzt habe und zwar mit meinem guten, alten 3-fach CD-Wechsler meiner 15 Jahre alten Phillips-Anlage. Es war Zeit für einen Wandel!

Ich als Amazon-Liebhaber entschied mich, nur noch E-Books zu lesen und meine Musik nur noch digital zu konsumieren. Toller Nebeneffekt: E-Books und mp3-Alben sind meist günstiger, als die Papier- bzw. Kunststoffversionen, außerdem tut man etwas für seinen ökologischen Fußabdruck, indem man keine Bäume mehr fällen lässt für seine Lieblingsautoren. So, Entscheidung ist getroffen – wo verkaufe ich nun Bücher und CDs?

Es gibt tausend Möglichkeiten! Flohmärkte, Ebay, Facebook, und und und. Ich wollte alles schnell über die Bühne bringen und am besten alles auf einmal verkaufen und meldete mich daher bei momox und rebuy an. Beides sind Unternehmen, die gebrauchte Bücher, CDs, Handys, auch Markenklamotten uvm. ankaufen. Handhabung ist simpel: man gibt die ISBN ein und sieht sofort, ob das Buch/ CD angekauft wird und wenn ja, wie viel Geld man dafür bekommt. Ich habe beide benutzt, da manche Bücher bei dem einen mehr bringen, als bei dem anderen (warum auch immer) und manche Bücher auch nur bei einem angekauft wurden. Achtung! Bei großen Sammlungen können schon mal ein paar Tage ins Land gehen, bevor man alles eingegeben hat. Am Ende hat man eine Liste mit Büchern und CDs, die man an das Unternehmen verkauft, verstaut alles in Kartons und bringt es zur Post, von wo aus alles kostenlos an das jeweilige Unternehmen verschickt wird. Dieses prüft Bücher & Co auf Qualität (keine herausgerissenen Seiten, nicht zu viel Schmierereien, etc.) und dann gibt es das Geld auf´s Konto überwiesen. V.a. für Fachbücher habe ich manchmal einen echt guten Preis bekommen. Am meisten überrascht hat mich allerdings ein Rauch-Entwöhnungs-Ratgeber. Den hatte ich irgend ein Weihnachten mal von meiner Oma bekommen. Der brachte mir tatsächlich 6€! Wie, warum auch immer, ist mir eigentlich auch egal, ich hätte ihn eh weggeschmissen (sorry Oma).

Gespart: 250€ insgesamt (Bücher und CDs)

(plus: man spart eine Menge Platz und man spart zukünftig beim Kauf von E-Books im Vergleich zu „echten“)

Verkaufen, verkaufen, verkaufen!

Verkaufen, verkaufen, verkaufen!

Nun zu den Sachen, die unsere anderen Schränke füllen: Klamotten, Schuhe, Taschen, bei mir auch in Vielzahl anzutreffen: Mützen, Schals, Tücher, Hüte, Schmuck, und und und. Gerade Mädels haben es in der Hinsicht sehr einfach: trefft euch! Verkauft untereinander. Es gibt eine Vielzahl von Verkaufsplattformen á la Kleiderkreisel. Ich habe vieles in dazu passenden Facebookgruppen und bei Ebay Kleinanzeigen eingestellt und interessierte Mädels zu mir eingeladen. Eine hat für über 80€ bei mir eingekauft. Über Ebay Kleinanzeigen hat sich bei mir jemand gemeldet, der ein Second Hand Geschäft hat und mir so fast alle Taschen und Schuhe auf einmal abgekauft – war sehr effektiv! Auf seine Frage, was ich denn noch so loswerden wolle, kamen dann noch meine 3 alten Handys, ein alter Router, meine kaum benutzte Küchenwaage und ein Platzdeckchenset (sorry Oma) in seinen Besitz. Zack, auf einen Schlag 150€. Nicht schlecht, oder? Die Sachen, die ich nicht verkauft bekommen habe, aber auf meinem Weg-Stapel lagen , habe ich entweder unter meine Freunde gebracht oder gespendet. Ich habe alles (übrigens auch nicht verkaufbare Bücher und CDs) in die Rathauspassage hier in Hamburg gebracht, da ich den Altkleidercontainern nicht über den Weg traue, man hört ja immer so viel…

Gespart: 300€ insgesamt (Klamotten, Schuhe, Taschen, …)

(plus eine Menge neuer Platz im Kleiderschrank und nette Nachmittage und Bekanntschaften)

Da ich vorhatte, in eine WG zu ziehen, musste mein Haushalt eh um einiges verkleinert werden. Couch, Bücherregale, Küchenstühle, Fernseher, Expedits, Dekokram, Teppiche, Drucker alles was eben nicht wirklich gebraucht wird. Ich stellte alles auf Ebay, Ebay Kleinanzeigen und Facebook ein, machte Aushänge im Haus und in den Supermärkten der näheren Umgebung, rief in sozialen Netzwerken auf mich besuchen zu kommen und verkaufte fleißig. Ebenso stöberte ich bei Ebay Kleinanzeigen die Suchanfragen durch und konnte so auch noch Käufer finden. Ich hätte es nicht gedacht, aber am besten gingen Ikea-Sachen weg. Die sind ja nun schon recht günstig, aber Expedits & Co sind heiß begehrte Ware! Und was ich auch noch gelernt habe: eigentlich lässt sich alles verkaufen. Ich habe sogar für ein Mädel meine Spiegelfliesen im Bad abgemacht (immerhin 25 Stück), damit sie die kaufen kann. Ebenfalls los geworden bin ich Gartenstühle, Toaster, Garderobenhaken, Bilderrahmen, Schrauben (!!!) und noch vieles mehr. Was keiner mehr kaufen wollte, hab ich bei Ebay Kleinanzeigen zum Verschenken eingestellt und so auch noch einige Menschen etwas glücklicher gemacht.

Mein Herz blutete eigentlich nur bei meiner 3-fach-CD-Wechsler-Anlage. Immerhin hatte ich diese über 15 Jahre, sie hat mich aus meinem Kinderzimmer raus in die erste eigene Wohnung, ins Studentenwohnheim, sogar hier nach Hamburg begleitet. Nun steht sie irgendwo in Hamburg in einem Schrebergarten und lässt die Gärtner tanzen. Auch schön. Die hatte ich (zum Glück) nicht von Oma.

Gespart: 1.000€ (für Krams)

(dazu gab es das sehr, sehr gute Gefühl der Leichtigkeit)

Alle Maßnahmen erfordern natürlich einen mehr oder weniger großen Zeitaufwand, eher einen großen, als einen kleinen. Schon alleine das Einstellen aller Sachen in die einzelnen Portale. Nicht vernachlässigen darf man die Treffen mit den potentiellen Käufern. Manche sind so redebedürftig, die wollen gar nicht mehr weg. Andere kommen eine halbe Stunde zu spät oder tauchen gar nicht auf. Ich bin irgendwann dazu übergegangen 3 und mehr Leute am selben Tag zur selben Uhrzeit zuzusagen. Macht dann auch mehr Spaß. Es ist anstrengend, aber es lohnt sich! Zum einen finanziell, zum anderen ist das Gefühl, Sachen los zu werden ein Gefühl der Freiheit, der Leichtigkeit und Flexibilität. Mit jedem Stück, was meine Wohnung verlassen hat, wurde ich leichter, das ist schon toll.

Gespart: 1.550€ insgesamt

(plus nette Bekanntschaften, lustige Nachmittage, viel mehr Platz, einen besseren ökologischen Fußabdruck und ein tolles Leichtgefühl)

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