Haste mal n´Euro? #Essen

Geld sparen beim Thema Essen

Wie? Am Essen sparen? Never! Das mach ich nicht! So weit kommt es noch! Halt, halt, halt: ich rede doch auch gar nicht vom Containern oder davon, nur noch Nudeln pur zu essen. Ich rede von einem bewussten Gang durch den Supermarkt bzw. den bewussten Umgang mit Lebensmitteln mit dem Ziel Geld zu sparen ohne in irgendeiner Weise die Qualität und Quantität zu senken.

Natürlich wäre Containern die extremste Maßnahme, die man ergreifen könnte, um am Essen Geld zu sparen. Das nehme ich hier aber mal ganz raus, obwohl ich es für eine tolle Sache halte, denn ich bin ein absoluter Gegner von Lebensmittelverschwendung.

Wie spare ich am Essen?

Um das noch einmal klar zu stellen: es geht nicht darum schlechter zu essen, sondern sich nur darüber bewusst zu werden, wie viel Geld man für Lebensmittel (Getränke eingeschlossen) ausgibt und bei gleichbleibender Quali- und Quantität etwas an Geld zu sparen.

Fangen wir mit dem Mittagessen an: Ich arbeite in Hamburgs Innenstadt, also wirklich im City Center. Ein Mittagessen kostet hier, je nachdem was man will (kalt, warm, Fleisch, etc.), zwischen 3,50€ und 15€. Für 3,50€ bekommt man bei einem ausgewähltem Bäcker gerade einmal ein belegtes Brötchen. Sollte es einem nach etwas Warmen lechzen, muss man schon mindestens 5€ ausgeben.

Ich handhabe das so: ich nehme mir mein Mittag mit. Das setzt natürlich eine gewisse Logistik zu Hause voraus, aber es spart ungemein! Für eine Portion Nudeln mit Pesto gebe ich 1,75€ aus. Würde ich mir das mittags kaufen, wären es 5€. Ein mitgebrachter Salat von zu Hause kostet um die 3€, die gleiche Menge irgendwo im Restaurant, an einem Essensstand oder an der Salatbar im Edeka kostet schnell mal das doppelte. Ich muss zugeben, ich bin sehr damit gesegnet, dass ich gerne Stullen esse, d.h. zwei Stullen zum Mittag kann ich 3 Mal die Woche machen, ohne dass ich es langweilig finde. Ich kenne aber niemanden in meinem Umfeld, der Stullen auch so gut findet.

Es gibt dennoch viele v.a. schnelle Alternativen, die man sich morgens einpacken oder am Abend vorher schon zubereiten kann. Bsp.: Ich koche abends ab und an einfach mal eine Packung Nudeln, nehme ein Drittel davon und ein Gläschen Pesto mit auf Arbeit. Das Gläschen reicht für 2 Mal Mittag essen. Die restlichen Nudeln kann man abends zu Hause anbraten mit Ei, oder einen kalten Nudelsalat mit Tomaten, Oliven, etc. machen. Ebenso einfach sieht es mit Reisgerichten aus. Nicht kochen zu können ist hier übrigens keine Ausrede, denn ich kann es auch nicht! Trotzdem schmecken mir meine zubereiteten Sachen, mit der Zeit auch immer mehr, denn wenn man einmal seinen Schweinehund überwunden hat, wird man ja auch besser. Auch die Anzahl an Variationen und Kombinationen steigen mit der Zeit und dem wachsenden Erfahrungsschatz.

Nun kommen wir zum Supermarktgang: Allgemein bekannt ist, dass Discounter wie Aldi, Lidl & Co. günstiger sind als Rewe, Edeka und dergleichen. Ich habe zwar einen Aldi fast direkt vor der Haustür, mag dort aus persönlichen Gründen aber nicht einkaufen. Auch überzeugt mich die Qualität vom Obst und Gemüse nie. Auch Rewe hat günstigere JA-Produkte und Eigenmarken, die qualitativ nicht minderwertiger sind, wie ich finde.

Ganz wichtig beim Einkaufen: ein Einkaufszettel. Im idealen Fall hat man sich für die nächsten 2-3 Tage einen Plan gemacht, was man essen möchte und noch so alles braucht. Und dann geht´s los: Wenn man Obst und Gemüse kauft, kann man auf Angebote zurückgreifen und anstatt die aufgeschriebenen Äpfel einfach Birnen kaufen, wenn sie im Angebot und günstiger als Äpfel sind. Wenn gerade keine Erdbeer- oder Kirschzeit ist – wieso teuer kaufen und nicht einfach eine Wasser- oder Honigmelone mitnehmen? Oder Orangen? Genauso ist es mit allen anderen Obst-und Gemüsesorten. Man hat sich einen Plan gemacht, was man essen möchte, kann die benötigten Zutaten im Supermarkt aber auch ganz einfach und spontan durch Substitutionszutaten ersetzen, die gerade günstiger sind.

Wie sieht´s mit den Marken aus? Jedes Kind weiß, dass man bei Markenprodukten den Namen einfach mal mit bezahlt, ohne eine wirkliche Gegenleistung, ein Mehr, ein Plus dafür zu bekommen. Müssen es wirklich die Barilla-Nudeln sein? Tun es nicht auch die günstigeren? Schmecken die Barilla-Nudeln wirklich am allerbesten und merkt man wirklich einen Unterschied zu den Beste-Wahl-Nudeln? Ganz ehrlich!? Da hat natürlich jeder seine eigene Meinung und seine ganz persönlichen Produkte, die von einer bestimmten Marke sein müssen. Probieren kann man es doch mal, oder?

Jeder kennt Payback: hat man 1000 Punkte zusammen, bekommt man z.B. im Rewe, auch im Real, einen 10€ Gutschein dafür, von dem man sich dann die nächsten 2-3 Tage ernähren kann. Payback kostet nichts und tut nicht weh, man braucht nur ein paar Minuten investieren und an der Kasse die Payback-Karte nicht vergessen. Schaut man dann noch ab und an auf die Internetseite, kann man sich für die Läden, in denen man einkauft, bestimmte Coupons aktivieren, mit denen man x-fach Punkte bekommt. V.a. bei Rewe gibt´s auf die eh schon günstigeren Eigenmarken oftmals viele, viele Punkte, die bares Geld sind! Das sind Geschenke, die man nicht ungenutzt lassen sollte!

Der Kühl- und Vorratsschrank sind gar nicht so leer und trotzdem findet man nichts zu essen?! Nichts passt zusammen? Aus dem, was da ist, wird nichts anständiges mehr? Die Paprika muss heute gegessen werden, sonst muss sie weggeschmissen werden? Aber was damit anstellen? Mit einer Paprika? Wie ich eingangs schon geschrieben habe, bin ich ein absoluter Gegner von Lebensmittelverschwendung und dazu zähle ich auch nicht genutzte Lebensmittel wegzuschmeißen. Zum einen finde ich es ethisch untragbar genießbare Lebensmittel in den Müll zu schmeißen, zum anderen ist es bares Geld, was man da weg wirft!

Hat man ein paar Sachen, die weg müssen, hilft, wie in jeder Lebenslage, das Internet: Bei Chefkoch kann man bspw. die Zutaten eingeben, die man noch zu Hause hat und schwups hat man ein Rezept, was man daraus machen kann. Auch wenn man gerade nicht so wirklich Lust auf die Paprika hat – man wird schon nicht davon sterben heute etwas mit Paprika zu essen um sich dann morgen dem eigentlichen Essenswunsch hinzugeben. Das hat auch viel mit Disziplin, Einstellung und dem Psychofaktor zu tun. Ich habe mir angewöhnt ab und an mal den Vorratsschrank nach Produkten zu durchforsten, dessen Ablaufdatum weit vorangeschritten ist: das macht mir die Entscheidung leichter, was es an diesem Tag zu essen gibt und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schlecht wird.

In einem anderen Artikel, bei dem es auch ums Geld sparen geht, habe ich den berüchtigten Coffee to go schon einmal angesprochen: lecker, manchmal unverzichtbar, hat einen gewissen sozialen Faktor (mit Freunden oder Kollegen mal nen Käffchen trinken gehen), ist aber auch vergleichsweise teuer! Auch hier wieder: Disziplin! Muss man den leckeren Starbucks Frappuccino 1 Mal in der Woche trinken? Oder reicht es nicht auch schon 1 Mal in 2 Wochen oder 1 Mal im Monat oder zu bestimmten Anlässen? Wenn der Körper mal wieder nach Koffein schreit – geht denn nicht auch der Kaffee von Tchibo? Muss der Kaffee morgens auf dem Weg zur Arbeit gekauft werden oder kann man den nicht auch zu Hause machen und in einem to-go-Becher mitnehmen? Alles eine Frage der Einstellung!

Geld sparen beim Thema Essen

Geld sparen beim Thema Essen

Wie sieht es eigentlich mit der Abendgestaltung und dem Essen außerhalb aus? Essen mit Freunden in Restaurants? Feiernächte in Bars? Mal schnell etwas auf die Hand mitgenommen? Auch hier wieder: alles eine Frage der Einstellung! Mit Freunden zusammen kochen macht Spaß, ist erlebnisreich und günstiger! Wenn man feiern gehen will, kann man die Freunde auch vorher zu sich nach Hause einladen oder mit ein paar im Supermarkt gekauften Bier in den Park, ans Wasser, etc. setzen und so die Cocktails oder das teurere Bier vor der eigentlichen Feierei sparen. Muss es wirklich die Currywurst sein jetzt? Kann man nicht noch die 90 Minuten warten, bis man zu Hause ist? Natürlich kann man nicht immer auf Restaurants oder Bars verzichten, aber wenn man die Anzahl der Besuche in Maßen hält, spart man auch hier einiges an Geld. Es ist schon eine Art von Verzicht, aber immerhin hat man ja auch ein Ziel, auf das man hin arbeitet. Und Arbeit ist es in jedem Fall, Geld sparen tut manchmal weh.

Jedes Beispiel einzeln gesehen bringt kein gespartes Vermögen im Monat, das steht fest. Aber nimmt man alles zusammen, kann über die Monate schon ein Wochenendflug nach Amsterdam dafür raus springen oder über ein Jahr ein Ticket nach Australien und zurück.

Gespart: 80€ pro Monat = 960€ pro Jahr

(plus: man lernt kochen (wer es nicht schon konnte), setzt sich mehr mit der eigenen Ernährungsweise auseinander und schmeißt weniger Lebensmittel weg)

Warum ich das mache & schreibe? Ich möchte ein halbes Jahr Auszeit vom Job, vom Leben, von mir (?) nehmen, dafür gilt es Geld zu sparen!

Die Geld-Spar-Reihe besteht sonst noch aus:

 

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