Wie wäre es mit ein paar Philippinen-Fakten?

Seeigel auf Pamilacan Island

2 Monate habe ich auf den Philippinen verbracht und dabei einiges gesehen, gehört, geschmeckt, gefühlt, gerochen und vor allem gelernt! Und was ich nicht alles gelernt habe! Hier mal so das Gröbste:

  • 4 Äpfel im Supermarkt (oder auch manchmal auf dem Markt) kosten 80P (1,53€), 2 Schachtel Zigaretten (Marke: Mighty Reds) kosten im Sari-Sari Store 80P
  • Metro Manila hat offiziell (?!) 19 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 636 Quadratkilometern, Kasachstan hat 18 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 2.724.900 Quadratkilometern
  • Für eine Strecke von 100km muss man mindestens mit 4 Stunden Fahrzeit rechnen, wenn man den öffentlichen Bus nimmt
  • Man braucht in den meisten Gästehäusern keine Klobrillen erwarten – weniger ist mehr
  • Ohne 35 Selfies am Tag kann der Durchschnitts-Filipino nicht leben
  • Ich habe keine Antwort darauf gefunden warum die Philippinen mit „PH“ und „LL“ und die Einwohner mit „F“ und „L“ geschrieben werden
  • Obst und Gemüse ist schwer zu bekommen und wenn, dann auch teuer
  • 4.30h aufstehen, ein Schläfchen von 12h – 14h und ab ins Bett gegen 22h macht durchaus Sinn
  • Auch bei 40 Grad lange Sachen als Sonnenschutz zu tragen, macht durchaus Sinn
  • Ohne 1 Portion Reis mit Huhn kann der Filipino nicht leben
  • Auch bei McDonalds isst der Filipino Reis mit Huhn
  • Auch bei KFC isst der Filipino Reis mit Huhn
  • Auch bei Jollibee (die größte Fastfoodkette der Philippinen, sogar vor McDonalds) isst der Filipino Reis mit Huhn
  • Das Beste am Fallschirmspringen ist der freie Fall
  • Die Philippinen als Inselstaat bestehen aus 7.107 Inseln, ich war auf 8 davon
  • Mein Lieblingswort in Filipino (Amtssprache unter 171 gesprochenen Sprachen) ist gleichzeitig meine Lieblingsblume: Kalatsutsi (gesprochen: Kalatutschi)
  • Philippinische Kinder haben den gesamten April und Mai schulfrei
  • Das gesamte Gesicht bis auf die Augen vermummen, während man auf dem Moped sitzt, macht durchaus Sinn
  • Du kannst erst sicher sein, wie du von A nach B kommst, wenn du im Vorfeld mindestens 10 Personen im näheren Umkreis von A und am ausgewählten Startpunkt noch einmal mindestens 5 Leute gefragt hast bzw. der Bus losfährt oder du in B angekommen bist
  • Du kannst überall und um alles den Preis verhandeln, wirklich überall und alles
  • Wenn du Fisch, Hühnchen, Schwein isst, sei dir sicher, dass sich darin viele Greten bzw. Knochen befinden
  • Fleisch ist das Lebenselixier auf den Philippinen
  • Chips kann man anscheinend auch frühstücken
  • Chipstüten gibt es in 4 Größen (fast alle Marken mit den jeweiligen Geschmacksrichtungen):
    • Die kleine Tüte für Zwischendurch für 1 Person
    • Die mittelkleine Tüte für Zwischendurch für 1-2  Personen
    • Die mittelgroße Tüte für Zwischendurch für 1-3 Personen
    • Die große Tüte für Zwischendurch für 1-4 Personen
  • Ein Drittel der Fläche eines Supermarktes nehmen Chipsregale ein
  • Käse existiert auf den Philippinen fast nicht, sie essen etwas, was Käse enthält
  • Alles in der Bäckerei und im Brotregal des Supermarktes ist süß, auch wenn das Brötchen eine Schweinefleischfüllung hat
  • Eine 330ml Cola kann zwischen 7P (0,13€) und 35P (0,67€) kosten
  • Flaschen sind immer günstiger als Dosen
  • 99% der Geldautomaten auf den Philippinen spucken nicht mehr als 10.000P (190,45€) pro Vorgang aus
  • Philippinische Männer tragen gerne bauchfrei
  • Ich bin mir nicht sicher, ob der Durchschnitts-Filipino andere Schuhe als Flip Flops besitzt
  • Das Klopapier sollte man immer in den Eimer neben dem Klo werfen, dann versperrt es einem auch 2 Wochen später nicht die Sicht auf die Fische beim Schnorcheln
  • Spucken, rülpsen, Nase ohne Taschentuch putzen, furtzen, popeln, etc. gehören zum guten Ton – musst du machen! Kannst du sogar im vollbesetzten Jeepney machen
  • Ein verkehrssicheres Moped ist nur eines, bei dem die Hupe funktioniert
  • Filipinos brauchen/ kennen/ wollen keine Intim- oder Privatsphäre, Stichwort Tanzbereich und so
  • Altersunterschiede bei Paaren, aber nur er alt und kein Filipino und sie blutjung und Filipino, werden total toleriert
  • Immer ein kleines Handtuch für bzw. gegen den Schweiß dabei zu haben, macht durchaus Sinn
  • Erwarte keine exakten Informationen online
  • Viele Filipinos können im 7.107 Inselstaat nicht schwimmen
  • Nur zum Sonnenauf- und -untergang ins Wasser zu gehen, macht ebenso durchaus Sinn
  • Man könnte annehmen, der Selfie-Stick wurde auf den Philippinen erfunden
  • Nur eine Prise Salz kaufen, anstatt eine ganze Packung? Nur 2 fingerbreit Öl, anstatt eine ganze Flasche? Nur 1 Zigarette, anstatt eine ganze Schachtel? Klar! Kein Problem im Sari-Sari Store oder auf dem Markt
  • Eine kleine Philippinische Gruppe besteht aus 15 Leuten
  • Mit 7 Leuten in einem Doppelzimmer schlafen? Klar! Kein Problem!
  • Bikinis sind hier noch nicht sehr verbreitet, die Filipinos gehen meist in voller Montur ins Wasser
  • Auf den Philippinen gibt es mindestens (!!!) 5 Mahlzeiten: Frühstück, Vormittagssnack, Mittag, Nachmittagssnack, Abendessen und ein paar Chipstüten, in unterschiedlichen Größen
  • Die meisten Filipinos sind erstaunlicherweise eher zierlich
  • Ein Jeepney ist erst voll, wenn der Fahrer kein Geld mehr braucht
  • Kaffee (also richtigen) gibt es nur bei den internationalen Ketten oder bei von Immigranten geführten Cafés
  • Nur rund 0,5% eines Philippinischen Supermarktes machen (echte) Milchprodukte aus
  • Filipinos sind sehr redselig: 1 Stunde ohne Unterbrechung geht immer
  • Eine mittlere Flasche Tanduay (Philippinischer Rum) kostet 40P (0,76€), 4L Wasser 57P (1,09€), 4 Äpfel kosten 80P (1,53€)
  • Toiletten, also auf Englisch Restrooms, heißt hier CR (Comfort Room)
  • Alleine essen oder reisen gibt es auf den Philippinen praktisch nicht
  • Nur weil eine Insel keine befestigten Straßen hat, heißt das noch lange nicht, dass nicht in jeder Hütte ein Fernseher steht oder nicht jeder Haushalt mindestens ein Moped besitzt
  • Alle Tiere werden an der Leine gehalten: Hähne, Kühe, Ziegen, … Aber nicht die Hunde
  • An „Yes Ma´am“ muss man sich erst einmal gewöhnen
  • Shakes und Säfte sind immer ohne Zucker zu bestellen
  • Wenn der Busfahrer oder ein männlicher Passagier während der Fahrt mal müssen, wird angehalten und sich mit dem Rücken zum Bus gestellt
  • Im Allgemeinen erleichtern sich Philippinische Männer dort, wo sie gerade stehen
  • Philippinische Frauen unter 35 sehen aus wie 22 oder 12
  • Die 5-Jährigen lernen anstatt Fahrrad-, Moped fahren
  • 85% der Philippinischen Männer sind tätowiert, eine tätowierte Frau erregt Aufsehen
  • Tages-Durchschnittstemperatur für Cebu im April und Mai: 33 Grad
  • Wassertemperatur Cebu im April und Mai: 27-28 Grad
  • Die Zahlen auf Filipino, der Sprache, sind Englisch, das haben fast alle 171 Sprachen gemeinsam. Wenn sie nicht auf Englisch sind, dann auf Spanisch
  • Filipinos singen für ihr Leben gern: Karaoke, am Strand, auf der Straße, im Restaurant, im Park, im Jeepney, im Zimmer, im Wasser, …
  • Für 10km im Taxi innerhalb Manilas muss man schon um die 1,5 Stunden einplanen
  • Die Filipinos sind davon überzeugt, dass ein Ventilator krank macht – die Klimaanlage nicht
  • Wenn der Verkäufer mal wieder schläft: keine Scheu, einfach wecken
  • Alle öffentlichen Verkehrsmittel haben auf den Philippinen Verspätung, auch die Flieger der Philippinischen Airlines
  • Cremes und Lotions ohne Whitening-Effect zu finden, ist verdammt schwer
  • Wenn „Buy one, take one“  auf einem Schild steht, bedeutet das auf den Philippinen: „Buy one, take two“
  • Jedes noch so kleine Dorf hat einen Basketball-Platz mit Schotter-, Beton- oder Sandboden und wird auch aktiv genutzt
  • Ortsnamen werden innerhalb des Landes gerne doppelt, dreifach, vierfach vergeben. Wenn man ganz sicher gehen will, immer die Provinz und die Insel mit dazu sagen
  • In manchen Philippinischen Städten ist Rauchverbot – mit Strafzahlung bei Zuwiderhandlung (siehe auch hier)
  • Regenschirme zum Schutz vor der Sonne machen durchaus Sinn
  • Philippinische Lieblingsbeschäftigungen: essen, reden, schlafen
  • Philippinische Frauen sind im Allgemeinen sehr nett, hilfsbereit, lächelnd, gut gelaunt, relaxed
  • Filipinos geben ihren Booten eigenartige Namen. Bsp.:  Holy Infant Jesus 6
  • Meine Lieblingssnacks von der Straße: gekochte Eier, mit Kokos gefüllte Brötchen und Bananenbrot
  • Auch wenn auf der Philippinischen Sim-Karte (SMART) kein Guthaben mehr ist, gibt der Anbieter Datenvolumen für WhatsApp und Facebook. Die 35 Selfies pro Tag müssen ja verbreitet werden
  • Das Englisch-Level reicht von perfekt bis zu ich-versteh-kein-Wort-außer-Zahlen (Englisch ist 2. Amtssprache neben Filipino)
  • Das Meer ist Arbeitsplatz für Fischer, Highway für Fährfahrer und andere Bootsführer, Spielplatz für Groß und Klein, Supermarkt für die Fisch- und Seeigel essende Bevölkerung, Mülldeponie, Toilette, Rückzugsort und vieles mehr
  • Die Filipinos sind von Natur aus sehr laut
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2 Gedanken zu “Wie wäre es mit ein paar Philippinen-Fakten?

  1. Haaa…sehr Geil diese zusammefasung. Da kann ich nur zustimmen, und zwar bei jedem einzelnen Punkt. Und dann muss ich hier auch ein Kompliment sprechen; du hast das alles in 2 Monaten reingezogen, respekt!
    Für einige der Punkte habe ich Jahre benötigt.
    Was fehlt: „hey Jo“ heisst erstmal jeder Männliche Ausländer. Und die Phils sind auf über 7500 Inseln gewachsen mit den aktuellsten Ergebnissen der Landvermessung.
    Vielen Dank für diesen spannenden Beitrag.
    LG, Urs

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    • Danke!
      7.500 Inseln? Echt jetzt? Dann verbreite ich ja sozusagen Lügen hier. Aber solange Wiki das auch macht, geht´s ja noch, he? 😉

      Und “ hey Jo“ ist doch ein toller Name 😀

      Ja, spannende, aufregende, tolle 2 Monate! Am liebsten würde ich hier bleiben…

      Liebste Grüße von Bantayan
      Candy

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