Du warst nicht auf Palawan?

Hängemattenausblick vom Apo Island Beach Resort

Nö.

Ich war nicht auf Palawan. Es scheint ja gerade schwer angesagt zu sein nach Palawan zu fliegen, wenn man auf den Philippinen ist, gerade als „Backpacker“. In Foren, auf Blogs oder in aktiven Philippinen-Travel-Facebook Groups, die nebenbei eine wirklich tolle Informationsquelle sind, dreht sich alles um Palawan, El Nido, Coron, Port Barton, usw.

Warum war ich nicht da? Ähm… Gute Frage! Ich dachte, ich spare mir das Geld für die Inlandsflüge und tue so passiv noch etwas für die Umwelt. Und ich dachte mir, dass die übrigen 7.000 Inseln bestimmt auch schöne Ecken haben. Nach 2 Monaten auf den Philippinen, meistens um Cebu herum, muss ich sagen, dass ich noch einmal mindestens 2 Monate für Negros und Umgebung bräuchte. Und dann noch einmal 2 Monate für Luzon. Und dann noch mal 2 für Samar und noch mal 2 für Leyte und … Wer also nach Inseln und tollen Ecken rund um Cebu sucht, weil er nicht nach Palawan kann oder will oder darf, wird auch in dieser Gegend fündig! Versprochen! Großes Indianerehrenwort! Wer nur ein paar Tage auf Luzon hat, dem kann ich Banaue und Sagada ans Herz legen.

Die erwähnten Unterkünfte, Essensmöglichkeiten oder Transportpunkte sind am Ende des Beitrags alle in einer Karte eingetragen. Hier werden Siquijor Island, Apo Island und Malapascua Island vorgestellt, Pamilacan Island, Bohol und Bantayan Island folgen dann in einem zweiten Teil, so viel auf einmal kann man ja gar nicht lesen…

 

SIQUIJOR ISLAND

Siquijor war meine allererste Strandinsel, die ich auf den Philippinen angesteuert habe. Siquijor, auch die verwunschene Insel genannt, liegt am Südzipfel von Cebu bzw. Negros, ist gerade einmal 340 Quadratkilometer groß und beherbergt 100.000 Einwohner und ein paar Touristen. Los ist auf Siquijor nicht viel. Wenn man Trubel sucht, dann ist das dort nichts. Man kann auf dieser Trauminsel toll Sonne tanken, schwimmen, wunderschöne Strände entdecken, mit dem Moped die Insel erkunden, Klippenspringen von 8-15 Metern – ich hab´s gewagt, yeay!!! Dann gibt es noch ein natürliches Fisch Spa, was kostenlos ist, ein paar Wasserfälle, eine Tropfsteinhöhle und Reste des Regenwaldes zu bestaunen.

Wer abends gern ein Bierchen in Gesellschaft trinkt oder auch mal gerne feiert, geht ins JJ´s Backpackers in San Juan, dort trifft sich die internationale (manchmal feierwütige) Backpacker-Gemeinschaft. Siquijor ist, warum auch immer (noch?) nicht auf dem Schirm vieler Reisenden. Das macht es noch ein bisschen toller, v.a. weil eine gewisse touristische Infrastruktur, wie geteerte Straßen, Internet, Moped-Ausleihe, Unterkünfte in verschiedenen Preiskategorien, trotzdem vorhanden ist.

Ich habe für 3 Tage ein Zimmer in San Juan in Lorna’s End of the World Beach Rooms verbracht. Eine sehr simple Unterkunft für nur 500P (9,52€) mit einem atemberaubenden Panoramablick aus dem voll einklappbaren Frontwänden. So konnte ich morgens im Bett den Blick auf die Palmen und das Meer genießen – das habe ich alternativ auch aus der Hängematte vor meinem Zimmer getan. Meine Zeit habe ich mit Entdeckungsfahrten und am Strand Rumliegen verbracht oder bei JJ´s mit netten Leuten und einem kühlen Bier.  Und ganz groß in Siquijor: Sonnenuntergänge, meine Besten und spektakulärsten in meiner gesamten Philippinenzeit.

Zum Essen bietet sich in San Juan eine Straßen-Eatery an, die 17.00h aufgebaut wird und sich auf der Brücke zwischen JJ´s und Lorna’s befindet. Leckere Sachen gab es dort, v.a. auch gute, vegetarische Gerichte und den besten Mangofloat (Mangokuchen) ever! Ein Abendessen mit Mangofloat kostet um die 120P (2,29€), je nachdem, was man bestellt. Ich glaube, dort findet man auch die einzige Vegetarierin auf den Philippinen: die Köchin. Alternativ bietet sich die Eatery der Casa Miranda an. Auch hier ist das Essen gut und günstig und man sitzt ganz nett am Meer.

Siquijor ist verglichen zu anderen Inseln sehr verschlafen, ruhig und relativ preiswert. Traumhaft und wunderschön muss ich gar nicht mehr hinzufügen.

Mein Lieblingsplatz auf Siquijor

Liegend in der Hängematte vor dem Charisma Resort tagsüber mit nem Eiskaffee (90P=1,71€) oder zum Sonnenuntergang mit nem kühlen Bier (60P=1,14€) in der Hand.

 

Anreise nach Siquijor

Von Cebu City kann man direkt mit einer (teuren) Fähre nach Siquijor fahren – für 1.200P (22,85€) in 6 Stunden. Oder man nimmt vom Southern Bus Terminal den Bus zum Liloan-Port, das dauert so 4 Stunden und kostet 162P (3,08€), von dort die Fähre nach Dumaguete (30 Minuten für 62P=1,18€) und von dort die Fähre nach Siquijor für 210P (4€). In Dumaguete fahren die Fähren aber nicht vom selben Ort ab, d.h. man nimmt ein Jeepney von der Anlegestelle bis zum Pier. Hört sich komplizierter an, als es ist – und man spart 14€!

 

Kosten auf Siquijor

Was? Peso / Euro
Zimmer 500/ 9,52
Moped für 24 Stunden bei Casa Miranda 300/ 5,71
1l Sprit 40/ 0,76
Eintritt zum Felsenspringen 35/ 0,67
Lecker Abendessen bei der Brücken-Eatery 120/ 2,29
Lecker Mittag bei der Casa Miranda Eatery 80/ 1,52
Eiskaffee im Charisma Resort 90/ 1,71
Bier im Charisma Resort 60/ 1,14

 

Fotos von Siquijor

 

APO ISLAND

Apo Island zählt mit zu den besten Tauchspots der Philippinen, liegt nahe an Dumaguete (Negros) und ist mit 0,75 Quadratkilometern sehr, sehr, sehr klein. Bekannt ist Apo Island für die Schildkröten, die genau vor der Insel ihr Leben genießen. Genau das war auch der Grund, warum ich Apo besucht habe, und es war herrlichst! Mit Schildkröten schnorcheln wollte ich schon immer und nachdem es auf Sansibar, in Sri Lanka und Thailand nicht geklappt hat, habe ich auf Apo Island gesetzt und mir eigentlich nur deswegen den Flug von Manila nach Cebu gebucht. Ich wurde nicht enttäuscht. Nach 5 Minuten im Wasser, sah ich die erste Schildkröte und es sollten noch mehr folgen. Ein unvergessliches Ereignis!

Was man zu Apo wissen muss, ist, dass es nur Strom von 18.00h-22.00h gibt. Wenn man nicht gerade direkt am Meer schläft, bedeutet das schlafen ohne Ventilator bei 28 Grad, was mir persönlich sehr zu schaffen gemacht hat, da in meinem Dorm bei Mario´s (jajajaja – Dorm) nicht ein Lüftchen geweht hat.

Die Auswahl an Gästehäusern, Essensmöglichkeiten oder auch Essen an sich, ist sehr beschränkt, aber für ein paar Tage durchaus aushaltbar. Die Strände sind eher steinig und weniger einladend, das aber nur, wenn man die Strände mit den restlichen der Philippinen vergleicht. Im Großen und Ganzen sind auch Apos Strände traumhaft! Ich bin nur 1 Nacht geblieben, daher beschränken sich meine Informationen und mein Wissen auf nur 24 Stunden, was aber bei 0,75 Quadratkilometern … ok ist.

 

Mein Lieblingsplatz auf Apo Island

Strand vom Apo Island Beach Resort, der trotz Schild kein Eintritt kostet.

 

Anreise nach Apo Island

Man kann direkt von Siquijor für 1.000P (19,04€) mit dem Ausflugsboot vom Coco Grove Resort auf Siquijor nach Apo Island übersetzen. Oder man nimmt von Siquijor die Fähre zurück nach Dumaguete, von dort ein Tricycle, Jeepney oder Bus nach Malatapay und von dort ein kleines Boot nach Apo Island. In Reiseführern und im Internet findet man immer wieder Preisangaben zwischen 2.000P und 3.000P (38€-57€), diese Angaben beziehen sich auf private Boote. Wenn man auf ein Local-Boot wartet, zahlt man nur 300P (5,70€). Es gibt keine festen Zeiten, zu denen die lokalen Boote fahren, einfach Leute ansprechen und fragen, irgendwer wird es schon wissen, am Vormittag sind die Chancen am höchsten. Von Cebu City bedeutet das, man fährt vom Southern Bus Terminal nach Dumaguete und dann siehe oben. Ich habe mir die Fahrt direkt von Siquijor nach Apo Island gegönnt und habe dafür rund 50 Delfinen beim Spielen im Meer zusehen dürfen – das teure Ticket hat sich also mehr als ausgezahlt.

 

Kosten auf Apo Island

Was? Peso / Euro
Zimmer im Gästehaus 500/ 9,52
Bett im Dorm bei Mario´s 350/ 6,67
Mittagessen 150/ 2,86
Abendessen 150/ 2,86
Bier 75/ 1,43
Schnorchelausrüstung ausleihen 100/ 1,90
„Eintritt“ für Apo für Schnorchler 150/ 2,86

 

Fotos von Apo Island

 

MALAPASCUA ISLAND

Malapascua – das Paradies für Taucher! Mantarochen und Fuchshaie ziehen zahlreiche Taucher auf diese Insel, die sich am äußersten Nordzipfel von Cebu befindet. Auch Malapascua ist eine sehr kleine Insel mit 1,6 Quadratkilometern. Die Dichte der Tauchschulen ist, glaube ich, nirgends höher und dementsprechend leer sind auch die Strände voller Unterkünfte tagsüber. Ab dem Nachmittag füllen sich die Strände, Bars und Restaurants.

Malapascua verfügt abgesehen von befestigten Straßen, eigentlich über alles, was man so braucht. Die Unterkunftssuche war hier etwas schwieriger und kostspieliger.Aber auch auf Malapascua gibt es Dorms, in denen die Betten erschwinglich sind. Für Einzelzimmerliebhaber, wie mich, war es dann doch schon etwas aufwendiger, v.a. im April. Es war viel ausgebucht und die Insel relativ voll. Auf einem Spaziergang fand ich eine etwas abgelegene blaue Hütte direkt am Strand im mittleren Teil der Insel mit Familienanschluss. Die Hütte gehört zwar zum Blue Corals Beach Resort, aber es gab dort nichts außer Meer, die Familie und mich. Ins Dorf waren es nur 20 Minuten zu Fuß, bis zur nächsten Eatery und zum nächsten Shop waren es nur 5 Minuten.

Am Logon Beach, an dem die Boote ankommen, kann man genau deswegen weniger schön baden, da lädt der Bounty Beach schon mehr dazu ein – ein Traum, was aber nichts Außergewöhnliches auf den Philippinen ist. Mir war es am Bounty Beach etwas zu unpersönlich, schon fast pauschaltouristenmäßig. Auf Malapascua wartet der Leuchtturm darauf entdeckt zu werden, ansonsten kann man seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen und zum Sonnenuntergang zum Logon Beach gehen und den Moment mit einem Bier im Wasser genießen.

Gegessen habe ich am liebsten im Mr. Kwiiz, super lecker und günstig. Aber auch im Gin Gins war ich oft und gerne, hier trifft man andere Leute und isst lecker und günstig. Die Eatery nahe des Logon Beach auf dem Weg zur Kirche ist zwar günstig, aber vom Essen her geht so.

 

Meine Lieblingsplätze auf Malapascua

Die Hängematte vor meiner kleinen blauen Hütte und zum Sonnenuntergang der Logon Beach.

 

Anreise nach Malapascua

Vom Cebu City North Terminal nimmt man den Bus nach Maya, der 163P (3,10€) kostet. 4,5 bis 5 Stunden später ist man am Pier von Maya und kann direkt, wenn man nicht zu spät dran ist, ein Boot nach Malapascua nehmen, was 40 Minuten braucht und 100P (1,94€) kostet. Wenn man zu spät dran ist, um ein Local-Boot zu nehmen, verbringt man die Nacht im Gästehaus von Mummy & Daddy – sehr süß die beiden – direkt am Pier und setzt am nächsten Morgen ab 7.00h über.

 

Kosten auf Malapascua

Was? Peso / Euro
Zimmer im Aabana Beach Resort bei Mike 600/ 11,43
Blauer Bungalow am Strand 1.000/ 19,05
Abendessen im Mr. Kwiiz 150/ 2,86
Bier im Shop 50/ 0,95
Abendessen in Eatery 100/ 1,91
Abendessen im Gin Gins 200/ 3,81

 

Fotos von Malapascua

 

Karte

Und hier die Karte mit allen erwähnten Spots, einfach zoomen oder klicken. Lust auf Philippinen-Fakten oder eine Ausgabenübersicht?

 

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4 Gedanken zu “Du warst nicht auf Palawan?

    • Hi Jakob,

      wenn es nicht wirklich viel teurer ist und du weißt, dass du deine gesamte Zeit dort verbringen willst, wäre es natürlich besser, Cebu direkt anzufliegen.

      LG
      Candy

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  1. Ich war auch grad einen Monat auf den Philippinnen und auch auf Palawan, bin von Coron aus mit dem Schiff dorthin. Unsere Unterkunft war dann in Corong-Corong, weil ich El Nido direkt zu touristisch fand. Naja, aber dort, war es mir fast zu voll. Also hast du meiner Meinung nach nicht so viel verpasst. Viel schöner fand ich Samar und Leyte, fast keinee Touristen und alles noch ein bisschen originaler! Ich habe auf meinem Blog im Speziellen über das Essen dort geschrieben, ich war ja nicht so begeistert. Suche grad nach ein bisschen Austausch darüber – Wie erging es dir denn so damit?
    Liebe Grüße und Salamat
    Linda

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    • Hi Linda,

      ich würde auch noch mal so gerne nach Samar und Leyte! Hast du denn ein paar Tipps parat?
      Das Essen fand ich auch eher so semi, habe mich in ein paar anderen Artikeln über die Philippinen auch darüber ausgelassen 😉 Ich war so oft wie nie bei Mc Donald´s – ich glaube, dass sagt alles 😉

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