Malta – mediterran, malerisch & … ?

Il Birgu - Spaziergang - Malta

Malta ist nicht nur Sommer, Sonne & Sandstein, Kliffe, Küsten & klares Wasser,Felsen, Farben & frischer Fisch. Malta ist auch „mediterran, malerisch & mehr“.

Im Juli diesen Jahres durfte ich diesem kleinen Inselstaat einen Besuch abstatten. Ja, Malta ist (auch) ein Inselstaat und besteht aus insgesamt 7 Inseln. Nicht nur 1 und nicht nur 3, sondern 7. Es gibt 3 bewohnte Inseln: Malta, Gozo und Comino und 4 unbewohnte: St. Paul’s Islands, Filfla, Cominotto und Fungus Rock. Ich hatte nur 5 Tage und diese habe ich allesamt auf der Hauptinsel Malta verbracht. Ich hätte dort auch 2 Wochen verbringen können ohne einen Tag Langeweile zu haben. Komischerweise habe schon oft gelesen, dass man nur ein paar Tage braucht, um Malta gesehen zu haben. Das kann ich nicht bestätigen, überhaupt nicht. Um Malta gesehen zu haben, ich meine so richtig, auch inklusive Gozo und Comino, würde ich jetzt, nach meinem Besuch, mindestens 2,5 bis 3 Wochen einplanen. Wirklich.

Il Birgu - Pause auf einer Treppe im Schatten - Malta

Il Birgu – Pause auf einer Treppe im Schatten – Malta

Ich wusste nicht viel über Malta, als ich den Flug gebucht habe und auch bei Ankunft auf der Insel hatte ich keinen Plan, was mich erwarten könnte. Der Flug war mit 50€ einfach nur sehr günstig und ich klickte auf buchen. Beim Landeanflug auf Malta war ich etwas, sagen wir, überrascht. Ich sah nur 2 Farben: das strahlende Blau des Meeres und das Ocker des Sandsteins. Keine Palmen, kein Grün, nichts weiter. Eine Sandinsel im Meer. Das sollte sich auch bei genauerer Betrachtung Maltas nicht ändern. Ähnlich einer Wüsteninsel im Mittelmeer. Das hatte was.

Und was kann man da machen? So vieles! Bspw.:

St. Peter´s Pool

St. Peter´s Pool? Noch nie gehört? Hatte ich auch nicht! Der St. Peter´s Pool ist ein natürlicher Swimming Pool an der Südostküste Maltas nahe Marsaxlokk. Die Anfahrt bzw. das Hinkommen ist relativ schwierig, doch es lohnt sich! Es lohnt sich für die Farbenpracht, die einen dort mit Blick auf´s Meer erwartet. Es loht sich für die Ruhe, die man dort hat. Es lohnt sich für die fabelhaften Schnorchelmöglichkeiten. Es lohnt sich für den Sprung aus 5 Metern Höhe ins glasklare, blau-grüne, kalte Wasser. Es lohnt sich für einen Tag in wunderschöner Natur.

Solltest du dort hingehen bzw. -fahren wollen, nimm dir genügend Essen und Trinken mit, denn dort gibt es keinen Kiosk, keinen Supermarkt, kein Restaurant – toll, nicht wahr? Nur ab und an öffnet ein Anwohner sein Haus und verwandelt es in ein kleines Café. Dieses liegt genau über dem Pool und ist in 5 Minuten über ein paar Treppen zu erreichen.

Man kann entweder zu Fuß von Marsaxlokk zum St. Peters Pool gehen. Dafür fragst du einfach in der kleinen Touristeninformation im Ort nach dem Weg. Die netten Mitarbeiter geben dir eine Karte und zeichnen dir den Weg ein. Es dauert ungefähr 40 Minuten und kann im Hochsommer bei 38 Grad im Schatten schon sehr anstrengend sein, v.a. wenn man sich verläuft.

Man kann aber auch mit dem Auto dort hinfahren, was aufgrund des schlechten Weges (keine Straße) nichts für Mietwagen ist. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist empfehle ich, nicht den ersten ausgeschilderten Parkplatz zu nehmen. Mit ausgeschildert meine ich kein Schild, sondern mit roter Farbe an die Mauern gesprühte Parkplatzrichtungen. Diese stammen nämlich von einem geschäftstüchtigen Anwohner, der sich ein paar Groschen dazu verdienen möchte und den Touristen das Parken in Rechnung stellt. Fährt man eine Einfahrt weiter, so kann das Auto auf einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe des Pools gestellt werden.

Ich bin den Weg von Marsaxlokk zu Fuß gegangen und würde es jedem empfehlen, da die Natur, trotz des Kraftwerks, an dem man vorbei muss, und die Aussichten sehr schön sind.

 

Marsaxlokk & Marsaskala

Die beiden kleinen Fischerorte befinden sich ebenfalls an der Südostküste Maltas. Es lohnt sich einfach mal durch die Straßen oder an der Promenade entlang zu schlendern. Je später und damit weniger heiß es wird, desto mehr Menschen trifft man auf den Straßen. So könnte man zwischen 12.00h und 15.00h denken, dass dort niemand wohnt, weil es so leer ist. Ein paar Stunden später, gegen 22.00h, platzen die Bürgersteige, die Spielplätze und die Sitzmöglichkeiten am Meer aus allen Nähten und man kann ins maltesische Nachtleben eintauchen. In Marsaxlokk kann man über einen kleinen Markt schlendern, in Marsaskala sogar einen der wenigen Sandstrände auf Malta ausprobieren. Ansonsten sind die beiden Dörfer sehr idyllisch am Meer gelegen und es macht einfach Spaß sie bei einem längeren Spaziergang zu erkunden.

Wenn man tagsüber dort ist, egal ob in Marsaxlokk oder Marsaskala und die Temperaturen sich der 40 Gradmarke nähern, kann man überall ins Meer springen. Alle paar Meter sind Leitern an den Felsen angebracht, über die man das überraschend kalte Meer wieder sicher verlassen kann. So kann man sich während einer kurzen Pause abkühlen und die Entdeckungstour fortsetzen.

 

Valetta & Il Birgu

Die Hauptstadt Maltas – Valetta – wollte ich natürlich auch unbedingt sehen. Ich persönlich liebe Free-Walkig-Touren und egal wo ich bin schaue ich, ob es nicht auch eine für meinen gegenwärtigen Aufenthaltsort gibt. Und auch in Valetta wird sie angeboten. Jeden Mittwoch 17.00h oder sonntags 10.00h. Da die Tour mittwochs erst nachmittags startet, war der Vormittag für etwas anderes frei. Ein Blick auf die Karte: ich fahre nach Il Birgu. Warum? Keine Ahnung.

Il Birgu heißt eigentlich, auf Italienisch, Vittoriosa. Il Birgu ist der Maltesische Name und liegt an einer Bucht, dem Grand Harbour gegenüber von Valetta. Ein Spaziergang durch Il Birgu ist wunderschön: der große, prächtige Hafen mit den zahllosen Booten und Yachten, das riesige sandsteinfarbene Fort, das leider geschlossen war, die kleinen, schattigen Gassen und treppauf, treppab tolle Aussichten auf das Meer. Die Mittagszeit kann man dort gut an der Rinella Bay mit einem Bad im Meer verbringen, so wie es die Malteser tun. Ich bin kein Freund von Museen, aber ich liebe es einfach durch die Straßen zu schlendern und meinen Augen freien Lauf zu lassen – das kann man in Il Birgu sehr gut.

Auch Valetta ist wunderschön, nur sehr voll, v.a. in der Hauptreisezeit. Das sollte aber niemanden davon abhalten ein paar Stunden durch die Hauptstadt zu schlendern. Einen guten Einblick gibt die schon erwähnte Free-Walking-Tour, mit der man viele Sehenswürdigkeiten abgeht und die passenden Infos dazu bekommt. Toll fand ich die Überbleibsel der Briten: rote Telefonzellen überall, die auch noch funktionieren!

 

Malta hat sogar so viel zu bieten, dass alles gar nicht in einen Beitrag passt. Der zweite Beitrag beinhaltet viele Informationen zu den Inselbussen, über die Blaue Grotte, die Dingli Cliffs, den kleinen Ort Mdina, die Golden Bay und die Tuffieha Bay.

Hast du schon die Kostenaufstellung für Malta gesehen oder die Weltkarte mit allen Beiträgen?

 

Die Karte mit meinen besuchten Orten auf Malta

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2 Gedanken zu “Malta – mediterran, malerisch & … ?

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