Warum nicht mal nach Brighton?

Elefant in Brighton

Auf meiner Reise nach Peru hatte ich einen Zwischenstopp in London bzw. dem Londoner Flughafen Gatwick. Da dieser Zwischenstopp ganze 17 Stunden dauerte, die ich nicht auf dem Flughafen verbringen wollte, suchte ich nach einem schöneren Plätzchen.

London steht zwar schon ewig auf meiner Was-will-ich-Liste, aber 17 Stunden inklusive An- und Abfahrt ist dann doch etwas zu wenig für einen Städtetrip in die Metropole. Also mussten Alternativen her. Facebook ist neben Google die für mich größte Informationsplattform, wenn es ums Reisen geht. Ganz besonders dann, wenn man solch spezifische Fragen hat. Ich bin in vielen Facebook-Reise-Gruppen und in einer davon stellte ich einfach mal die Frage: „Wohin, wenn nicht London?“ Es kamen Vorschläge wie Crawley, Croydon und Brighton. Nach einem kurzen Check entschied ich mich spontan für Brighton, v.a. weil es am Meer lag. Hach, Meer…

In Gatwick gelandet, nahm ich den Zug nach Brighton, der mich ungefähr 10€ kostete und das erste, was ich am Bahnhof in Brighton sah, waren rote Doppeldeckerbusse. Zack, Brighton hatte mich schon in seinen Bann gezogen. Der Weg zu meinem Hostel ging einmal genau durch das Zentrum. Es war schon gegen halb elf, die Pubs waren voll, viele tranken ihr Bier draußen, da es eine laue Sommernacht war. Ich fühlte mich schlagartig wohl. Genauso hatte ich mir England vorgestellt! Mit einem Lächeln auf den Lippen ging ich in mein Hostel und ab ins Bett.

Die Nacht war kurz, denn wenn ich schon mal da bin, muss ich mir Brighton auch im Hellen anschauen. So verließ ich das nette Hostel direkt am Pier gegen halb acht und schlenderte bis 10.00 Uhr durch die Straßen, auf der Promenade und fühlte mich einfach nur wohl. Einen großen Beitrag zu meinem Wohlfühlen haben der Sonnenschein und die 26 Grad geleistet. Aber auch so fand ich Brighton ganz entzückend. Die typischen Häuser mit den Türen auf den Treppenstufen, die Pubs, die Fisch&Chips-Läden, Streetart, die Promenade, die roten Busse. Ich hatte keinen Plan, lief einfach durch die Straßen, vorbei an Kirchen, kleinen Parks, hunderten Sitzbänken und erfreute mich an der Sonne und der Atmosphäre. Nach 2 Stunden musste ich leider wieder Richtung Bahnhof gehen, da mein Flug nach Lima bald ging.

Dort angekommen beschlich mich langsam die Panik, da alle Züge Verspätung hatten. Dass das in England normal ist, erfuhr ich erst später. Ich hatte mein Zeitfenster vom Bahnhof in Brighton bis zum Terminal am Gatwicker Flughafen recht eng geplant, da beschleunigt so eine 20 Minuten Verspätung den Puls enorm. Eine halbe Stunde später als geplant am Flughafen angekommen, raste ich ohne noch einmal auf die Anzeigetafel zu schauen zum Terminal, hatte noch Probleme mit meinem Ticket in den Flughafen zu kommen, drängelte mich an der Sicherheitskontrolle vor und schaffte es 20 Minuten vor Schließung des Gates in den Sicherheitsbereich. Vor der großen Anzeigetafel dann große Ernüchterung: mein Flug wurde verschoben – um acht Stunden! Diese acht Stunden hätte ich noch gerne in Brighton verbracht. Stattdessen musste ich mit einer Dame darum kämpfen wieder aus dem Sicherheitsbereich gelassen zu werden. Ich wollte keine acht Stunden dort verbringen, ohne Sonne und, ich gebe zu, auch nicht ohne eine Zigarette, denn auf dem Gatwicker Flughafen gibt es keine Raucherräume. Naja, nach 20 Minuten diskutieren wurde ich durch die Katakomben des Sicherheitsbereichs nach draußen geleitet und konnte so noch sieben Stunden Sonne tanken, bevor es dann wirklich nach Lima ging. Natürlich hätte ich wieder nach Brighton zurück fahren können, aber ich hatte keine Pfund mehr, wollte auch kein Geld mehr abholen und 20€ für hin und zurück ist dann doch etwas happig.

So, nun aber noch einmal zurück zu Brighton: süßes kleines Städtchen. Eignet sich hervorragend, um einen langen Zwischenstopp zu nutzen und ist auch eine klare Empfehlung für einen Tagesausflug von London.

London werde ich irgendwann auch noch sehen, da bin ich mir ganz sicher. Dann werde ich auch betrunken in einem Pub sitzen und den britischen Akzent mit Engländern üben.

Eindrücke aus Brighton

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6 Gedanken zu “Warum nicht mal nach Brighton?

  1. Tolle Bericht. Wußte gar nicht, dass man von Gatewick so schnell in Brighton ist. Ich hatte auch schon mal irrlangen Aufenthalt dort am Flughafen, dass hätte ich nützen können. Danke für den Bericht!

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