Ist Festhalten einfacher als Loslassen?

Loslassen

Richtig gelesen: Ist Festhalten einfacher als Loslassen?

Ich habe vor ein paar Tagen einen Film geschaut, Titel und Handlung habe ich natürlich schon wieder vergessen. Aber ein Satz ist in meinem Kopf hängengeblieben: „Festhalten ist einfacher als Loslassen.“ Wenn ich an meine Einkaufstüte von heute denke, wo 2 Liter Milch, saure Gurken, Äpfel, Mangos, Blumenkohl und Saft drin waren, dann würde ich sagen: nein. Festhalten ist nicht einfacher als Loslassen. Die 7 Kilo Fressalien loszulassen ist definitiv einfacher, als sie weiter festzuhalten.

Festhalten

Festhalten (Hamburg)

Was ist aber mit Menschen, Gefühlen oder Beziehungen in unserem Leben? Geht eine Liebe, eine Affäre, eine Freundschaft zu Ende, muss ich für mich ganz klar sagen, dass ich loslassen schwieriger finde, als festhalten. Einen geliebten Menschen, ein wunderbares Gefühl oder eine gute Zeit loszulassen braucht viel Kraft und mentale Stärke. Ich tue mich schwer loszulassen. Ich tue mich wirklich schwer damit einfach so weiterzumachen, als wenn es diesen Menschen, dieses Gefühl, diese Zeit nie gegeben hätte. Ich frage mich immer, wie andere das hinbekommen. Wie kann man denn positive Zustände wie Liebe, Freundschaft, Glücksgefühle loslassen wollen? Ist das nicht gegen unsere Natur? Der Freund macht Schluss, die Freundin rät zum Loslassen. Ein enger Verwandter stirbt, die Familie sagt, wir müssen loslassen. Die Reise ist zu Ende, der Kopf sagt, es war einmal, lass los. Wie soll das denn funktionieren?

Advertisements

4 Gedanken zu “Ist Festhalten einfacher als Loslassen?

  1. Loslassen – sofort? Nein, das geht nicht. Doch für alles gibt es eine Zeit. Irgendwann ist man soweit. Doch loslassen ist nicht gleichbedeutend mit vergessen. Und ja – das Loslassen ist schwieriger als das Festhalten…
    Schön, wieder von Dir zu hören! 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Das ist aber nicht nur bei Menschen so, die einfach gehen oder die man gehen lassen sollte. Vielmehr sammeln sich im Leben auch viele materielle Dinge an, die entweder noch einen reellen Wert (man hat mal „viel“ dafür bezahlt) haben, obwohl sie gar nicht mehr benutzt werden oder aber, sie sind mit Emotionen aufgeladen, weil sie an ein Ereignis, eine Zeit oder einen Menschen erinnern. Deshalb müllen sich viele Menschen im Laufe des Lebens zu und brauchen immer mehr Platz, um ihre Ansammlungen an Gegenständen unterzubringen. Nachteil: Für Neues ist kein oder kaum Platz. Das ist dann wieder so ähnlich, wie mit den Beziehungen: Um Zeit für neue zu haben, müssen alte in den Hintergrund treten. Sonst entwickelt man sich nicht weiter, die Umwelt bzw. das Umfeld dagegen schon.

    Lieben Dank für deinen Denkanstoß und liebe Grüße
    Sabine

    Gefällt mir

Was meinst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s